• 16. Brandenburg Ball in Potsdam: Tanzen für die Flüchtlingshilfe

16. Brandenburg Ball in Potsdam : Tanzen für die Flüchtlingshilfe

Viel Prominenz traf sich beim Brandenburg Ball im Dorint-Hotel, darunter auch Dieter Hallervorden und Til Schweiger. Außerdem wurde Geld für den guten Zweck gesammelt: Ein Teil ging an die Flüchtlingsmannschaft "Welcome United".

Schauspieler Til Schweiger kam extra aus Paris zum Brandenburg Ball nach Potsdam.Alle Bilder anzeigen
Foto: M. Thomas
28.02.2016 21:00Schauspieler Til Schweiger kam extra aus Paris zum Brandenburg Ball nach Potsdam.

Potsdam - Er war der Star des Abends – Überraschungsgast Dieter Hallervorden, dicht gefolgt von Til Schweiger, der aus Paris angejettet kam. Beim Brandenburg Ball am vergangenen Samstag trieben die beiden Kollegen die Promidichte mächtig hoch. Vor allem Hallervorden zeigte sich in bester Stimmung und gab den Entertainer. Etwa 800 Ballgäste erlebten ein köstliches Bieterduell zwischen Hallervorden und TV-Moderatorin Inka Bause um ein Fußballtrikot mit Weltmeisterunterschriften, bei dem Hallervorden der Moderatorin das eine oder andere unmoralische Angebot machte. Für 5000 Euro ging das Trikot letztlich an Hallervordens Steuerberater, Geld, das der Til Schweiger Foundation zugutekommt. Stargast Schweiger, Schauspieler, Produzent und Autor, unterstützt damit deutschlandweit Projekte für Kinder. „Wenn ein Kind Hilfe braucht, muss es sie bekommen, egal ob Flüchtling oder nicht.“

IHK-Präsidentin Fernengel: "Ein großer Ball für Brandenburg"

Der 16. Ball der Wirtschaft im Potsdamer Dorint-Hotel, der seit diesem Jahr Brandenburg Ball heißt, überraschte mit vielen prominenten Gästen, vor allem aus der Schauspieler-Branche: Mit dabei etwa die Potsdamerinnen Anja und Gerrit Kling, Florian Fitz, Claudia Schmutzler und Tochter, Sängerin Charley Ann Schmutzler, Model Franziska Knuppe. Gäste aus der Ministerriege waren Sabine Kunst, noch bis Sommer Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur (SPD), Finanzminister Christian Görke (Linke) und Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD), Landtagspräsidentin Britta Stark (SPD), die mit ihrem Tischnachbarn Hallervorden plauderte. Unter den Gästen auch BER-Chef Karsten Mühlenfeld, Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), Gäste aus Sport und Wissenschaft. Das freute Beate Fernengel, IHK-Präsidentin. „Das ist meine Vision – ein großer Ball für Brandenburg“, sagte die Gastgeberin. Und zeigte sich erleichtert, dass das Ball-Event das Stimmungstief 2014, die Affäre um Ex-IHK-Präsident Victor Stimming, gut überstanden hat. „Damals haben wir überlegt, ob es überhaupt weitergehen soll“, sagte Fernengel. Sie sei stolz, dass sich der Ball heute als glamouröse und wichtige Netzwerkveranstaltung etabliert habe.

Viele Gäste sind mittlerweile Wiederholungstäter. „Hier ist es gemütlicher als auf manch anderem Ball, ich liebe die Stimmung in Potsdam“, sagte eine Besucherin. Seit Jahren dabei ist das Designer-Ehepaar Robin und Philipp Rayanian aus Berlin, auch Schauspielerin Luise Lunow, Berlinerin, kommt regelmäßig nach Potsdam zum Ballluft-Schnuppern. „Es ist ein besonders eleganter Ball.“ Erstmals jedoch wurde ohne Debütanten-Paare getanzt, stattdessen zeigten Tanzprofis Sergej und Katerina Diemke etwas von ihrem Können.

Til Schweiger: „Brandenburg ist das schönste und vielseitigste Filmland“

Etwas verspätet traf Schirmherr Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mit Ehefrau Susanne ein. Er freue sich über ein gutes Jahr 2015 mit niedriger Arbeitslosigkeit und gutem Wirtschaftswachstum. Und erinnerte an die derzeit vielleicht wichtigste Aufgabe: Die in Brandenburg neu angekommenen Menschen zu integrieren, auch auf dem Arbeitsmarkt. Einer zumindest arbeitet besonders gern in Brandenburg: Til Schweiger. „Brandenburg ist das schönste und vielseitigste Filmland“, lobte er. Er habe hier schon oft gedreht, zuletzt für „Honig im Kopf“. Am Ballabend hoffte er auf spendable Gäste. Der Gewinn der Tombola als auch des versteigerten Trikots ging an seine Stiftung. 24.500 Euro kamen letztlich zusammen. 10 000 Euro davon bekommt die Fußballmannschaft Welcome United des SV Babelsberg 03, in der ausschließlich Flüchtlinge spielen, deutschlandweit ein Vorzeigeprojekt in Sachen Integration. „Die brauchen immer Geld, für Trikots, Bälle, Reisen zu den Spielen“, sagte Schweiger.

Bis in den frühen Morgen wurde gefeiert. Alexa Feser eröffnete mit Balladen am Klavier, Tom Gaebel sang Jazz-Klassiker von Frank Sinatra bis Tom Jones, die Chris Genteman Group – eine zehnköpfige Big Band – lieferte Partystimmung. In der Lounge wurde zu Elektro, Soul und Jazz vom Duo Livehouseband getanzt. Die Gäste freuten sich über Leckereien, Häppchen der Kochazubis von Ronny Pietzners Cuisine Events, über Grundversorgung von Lamm bis Currywurst, das Berliner Frischeparadies knackte 800 Austern. Vereinzelt gab es aber auch Kritik von Gästen mit Sitzplatzkarten. Bei dem Preis – eine Karte kostete 300 Euro – habe man mehr Service erwartet.