Zwei mutmaßliche Morde : Diese Kriminalfälle erschütterten die Mittelmärker

In Werder (Havel) wurde im Februar ein Mann mit einer Schrottflinte erschossen. In Teltow kam eine Frau ums Leben - zwei mutmaßliche Morde im Kreis Potsdam-Mittelmark.

Auf dem Hof eines Hauses in Werder (Havel) soll der Mann seinen Nachbarn erschossen haben. 
Auf dem Hof eines Hauses in Werder (Havel) soll der Mann seinen Nachbarn erschossen haben. Foto: Ottmar Winter

In der Brandenburger Straße in Werder (Havel) soll der 60-Jährige Andreas E. seinen Nachbarn am 8. Februar mit einer Schrotflinte erschossen haben. E. hat die Tat vor dem Potsdamer Landgericht gestanden und wurde Anfang November zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Sein Anwalt hat jedoch Revision eingelegt, sodass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Laut Landgericht sollte Andreas E. ein Jahr seiner Strafe im Gefängnis absitzen und anschließend wegen seiner Alkoholabhängigkeit in einer Entzugsklinik untergebracht werden. Der mutmaßliche Täter lag mit seinem 58-jährigen Nachbarn wegen der Hunde seiner Freundin im Clinch. Am Tattag soll es erneut zu einem Streit gekommen sein. E. gab an, am Abend eigentlich mit einer Schrotflinte auf dem Weg in den Wald gewesen zu sein, wo er sich abreagieren wollte. Er sei an dem Abend stark betrunken gewesen, der Nachbar habe ihn erneut aggressiv angesprochen. Da soll E. abgedrückt haben. Wann über die Revision entschieden wird, ist derzeit noch unklar.

Frau stirbt in Einfamilienhaussiedlung

Was genau in der Nacht zum 25. Oktober im Teltower Musikerviertel vorgefallen ist, ist noch immer unklar. Fest steht: Eine 60-jährige Frau wurde schwer verletzt auf dem Rasen vor ihrem Haus gefunden und starb noch am Unfallort. Sie soll mehrere Stiche in den Oberkörper erlitten haben. Ein Nachbar hatte zuvor die Rettungskräfte alarmiert. Auch ihr 57-jähriger Mann wurde schwer verletzt aufgefunden. Er wurde im Krankenhaus notoperiert. 

In Teltow hat die Polizei stundenlang Spuren gesichert.
In Teltow hat die Polizei stundenlang Spuren gesichert.Foto: Andreas Klaer

Da er dringend tatverdächtig war, wurde der Mann zudem in Untersuchungshaft genommen. Am 16. November wurde der Mann dann tot in seinem Haftraum aufgefunden. Das Justizministerium hatte von einem Suizid gesprochen, die Leiche des Mannes sollte obduziert werden. Gegen den Sohn des Ehepaares wird laut Staatsanwaltschaft weiter ermittelt. Ein dringender Tatverdacht bestehe jedoch nicht. Auch gebe es keine weiteren Tatverdächtigen. Laut Berichten mehrerer Zeitungen soll sich das Teltower Paar zur Tatzeit in Trennung befunden haben. 


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