Potsdam-Mittelmark : Zauchwitz ehrt bekannte Einwohner

Ortsbürgermeisterin lud zum Empfang

Wolfgang Post

Beelitz · Zauchwitz - Zauchwitz zählt zwar nur 350 Einwohner – einige von ihnen haben jedoch den Beelitzer Ortsteil über die Grenzen der Region hinaus bekannt gemacht. Speziell sie hatte Ortsbürgermeisterin Ellen Wisniewski zu einem Empfang anlässlich der fünfjährigen Zugehörigkeit zur Stadt Beelitz am 10. Dezember eingeladen. Dort lobte auch Bürgermeister Thomas Wardin die Zauchwitzer Aktivitäten. So ist der Amateur-Autorennfahrer Guido Steinmann europaweit erfolgreich. Er siegte 2004 und 2005 im Wettbewerb um den Trabant-Lada-Racing-Cup der Tourenwagen und jagte seinen Lada 2105 mit 180 km/h über die Rennstrecken.

Den Namen Zauchwitz trug auch Thomas Syring, Chef vom gleichnamigen Spargelhof, in alle Himmelsrichtungen. Auf der Nahrungsgütermesse in Köln stellte er sein Kürbiskernöl vor. Als Ortschronist sorgte Jürgen Willmer dafür, dass Zauchwitz-Körzin nicht in Vergessenheit gerät. Aus Gesprächen mit älteren Zauchwitzern und Aufzeichnungen in Archiven stellte er eine zweibändige Chronik zusammen. Wer sie erwerben möchte, kann bei Jürgen Willmer in der Trebbiner Straße 62 vorsprechen. Auch die Geschichte von Rieben und Elsholz hat er jetzt aufgearbeitet.

Herta Höhne erhielt von der Ortsbürgermeisterin spontan die Bezeichnung „Heimatmalerin“. „Herrliche Motive bieten sich rings um Zauchwitz in Hülle und Fülle an“, findet die Hobby-Malerin. Viele Bilder haben schon den Besitzer gewechselt, einige zieren auch die Wände des Zauchwitzer Mehrzweckraumes in der Dorfstraße.

Auch der Beelitzer Stadtwehrführer Winfried Allenfort wohne in Zauchwitz, erinnerte Ellen Wisniewski an ein wichtiges Ehrenamt. Ihren Dank richtete sie auch an Werner Gensch. Der Ortswehrführer schuf mit seinen Kameraden ein Feuerwehrdepot mit allem Drum und Dran in Eigenleistungen. „Wir haben der Stadt viel Geld gespart“, betonte er. Nun soll noch die Fassade ein neues Aussehen erhalten. Mit seinem Medizintechnik-Betrieb hat indes Falk Witt den Ort Zauchwitz bekannt gemacht. Jetzt betreibt er als Tierfreund eine Rettungsstation für verunglückte Greifvögel. Bekannt geworden ist in diesem Jahr die Rettung von zwei Jungtieren im Park von Sanssouci.

Auch die Musik kommt in Zauchwitz nicht zu kurz. Im Café zum Kirschbaum probt das Sextett „Besser als nix“ mit Lena Meisel, Anja Rabe, Marianne Lehmann, Bernd Kolling und Wolfgang Kapke unter der Leitung von Marion Meisel mit vier Akkordeons und zwei Gitarren. „Wir pflegen volkstümliche Musik ebenso wie Rock, Pop und Klassik und spielen überall wo wir gebraucht werden“, berichtete Wolfgang Kapke. Kleine Kostproben gab es zum Empfang mit dem „Schneewalzer“ und „Wien bleibt Wien“. Wolfgang Post