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Wochenendtipps für Potsdam-Mittelmark : Barfuß über Kokosnüsse

Die ersten Veranstaltungsorte öffnen wieder vorsichtig ihre Türen. Wer am Wochenende endlich ein bisschen raus kommen möchte, hat die Wahl zwischen Ausstellungen und Angeboten an der frischen Luft.

Im Vogelpark Teltow können die Besucher rund 230 Tiere bestaunen und zum Teil auch streicheln und füttern.
Im Vogelpark Teltow können die Besucher rund 230 Tiere bestaunen und zum Teil auch streicheln und füttern.Foto: Ottmar Winter

Potsdam-Mittelmark - Mit den neuen Lockerungen dürfen nach wochenlangen Schließungen endlich wieder Museen, Galerien und andere Veranstaltungsorte besucht werden. Die PNN geben einen kleinen Überblick, auf was Sie sich am Wochenende in Potsdam-Mittelmark unter anderem freuen können.

Barfuß-Erlebnis im Wald

Seit Freitag ist wieder der Barfußpark direkt neben dem Baumwipfelpfad in Beelitz-Heilstätten geöffnet. Thomas Müller-Braun betreibt das 15 Hektar große Areal seit 2017. Auf verschiedenen Rundkursen können die Gäste 66 Erlebnisstationen ausprobieren, erklärt Müller-Braun. Etwa der Zitterbalken, das Matschbecken oder die Kokosnussfolter, wie eine der Stationen im Wald genannt wird. Dort können die Besucher über halb im Boden vergrabene Kokosnüsse laufen. „Unsere Stationen sind so aufgebaut, dass sie sowohl den Kneipp-Charakter vermitteln als auch pädagogische Komponenten beinhalten“, so der Barfußpark-Chef. So gibt es jede Menge Teamspiele für die Gäste. Auch die Gastronomie ist wieder geöffnet.

Der Barfußpark in Beelitz-Heilstätten.
Der Barfußpark in Beelitz-Heilstätten.Foto: Promo

Wegen der Eindämmungsverordnung gelten auch im Barfußpark gewisse Regeln. So sollen die Besucher etwa nur als Familienverbund zusammen laufen. Die Rundkurse können nur nach einem Einbahnstraßenprinzip in eine Richtung abgelaufen werden. Im Kassen- und Toilettenbereich werden die Gäste zudem gebeten einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Der Barfußpark an der Straße nach Fichtenwalde 13 ist täglich von 10 bis 18 Uhr, an Wochenenden von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für einen Erwachsenen 7,50 Euro, für Kinder ab vier Jahren 5,50 Euro. Rentner, Senioren sowie Menschen mit Behinderung zahlen 6,50 Euro. Daneben gibt es auch Familienkarten. Mehr Infos finden Sie auf der Webseite des Barfußparks

Chinesische Tradition mit individuellen Akzenten

Im Kunst-Geschoss in Werder (Havel) sind seit Donnerstag in der neuen Ausstellung „Rollbilder – Neue Wege in der chinesischen Tradition“ Werke des chinesischen Künstlers Ke Huang zu sehen. Ke Huang lebt und arbeitet am östlichen Ende von Peking, in dem Künstlerdorf Songzhuang, wie Kurator Frank W. Weber in seiner Ankündigung zur Ausstellung erklärte. Er ist seit seiner Kindheit mit der traditionell chinesischen Tusche- und Aquarellmalerei vertraut und geschult. Seine Mutter ist die in China bekannte zeitgenössische Künstlerin Zhao Han. Ke Huangs Rollbilder, eine Tradition, bei der die Werke auf Papier- oder Seiderollen aufgetragen werden und die Rollen dann oben und unten mit einem Rundstab eingefasst werden, nehmen den klassischen chinesischen Stil auf den der Künstler mit individuell neuen Akzenten fortsetzt. 

Im Kunst-Geschoss Werder sind Werke des chinesischen Künstlers Ke Huang zu sehen. 
Im Kunst-Geschoss Werder sind Werke des chinesischen Künstlers Ke Huang zu sehen. Ke Huang, Ohne Titel, Rollbild auf Papier,

Seine Werke sind bis zum 21. Juni im Kunst-Geschoss in der Uferstraße 10 zu sehen. Wegen der Größe der Stadtgalerie können nur 15 Besucher auf einmal in die Räume. Der Ausstellungsrundgang ist durch Pfeile auf dem Boden gekennzeichnet. Die Gäste werden gebeten den Anweisungen des Personals zu folgen und eineinhalb bis zwei Meter Abstand zu den anderen Gästen zu halten. Im Kunst-Geschoss gilt außerdem Maskenpflicht. Die Ausstellung ist Donnerstag, Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Auch an Himmelfahrt, am 21. Mai, kann die Schau besucht werden. Der Eintritt ist frei.

In 20 Meter Höhe auf dem Baumkronenpfad

Auch der Baumkronenpfad in Beelitz-Heilstätten hat seit Freitag wieder seine Tore für die Besucher geöffnet. Führungen wird es bis auf Weiteres noch nicht geben, doch können die Gäste täglich in 20 Meter Höhe durch die Parklandschaft und zwischen den historischen denkmalgeschützten Gebäuden der ehemaligen Frauen-Lungenheilstätte spazieren und den einmaligen Ausblick genießen. Der Baumdkronenpfad zieht jedes Jahr viele Besucher an und soll wie berichtet ausgebaut werden

Vom Baumwipfelpfad in Beelitz-Heilstätten hat man einen guten Ausblick über die ehemalige Lungenheilstätte. 
Vom Baumwipfelpfad in Beelitz-Heilstätten hat man einen guten Ausblick über die ehemalige Lungenheilstätte. Foto: Patrick Pleul/dpa

Wie die Betreiber in einer Pressemitteilung mitteilten, gibt es geänderte Wegeführungen. Die Gäste werden so gelenkt, dass die Abstandsregeln eingehalten werden können und es nicht an bestimmten Stellen zu Menschenansammlungen kommt. Dadurch seien jedoch bestimmte Bereiche derzeit leider nicht barrierefrei. Auch die Gastronomie vor Ort ist mit einem eingeschränkten Imbissangebot wieder geöffnet. In Teilbereichen des Areals müssen die Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Der Baumkronenpfad an der Straße nach Fichtenwalde 13 kann Montag bis Freitag von 11 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr besucht werden. Der Eintritt kostet für Erwachsene ab 18 Jahren 11 Euro, für Kinder ab sieben Jahren 8 Euro. Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite des Baumkronenpfads

Impressionistische Malerei und skurrile Skulpturen

Der Verein „Brücke Kleinmachnow“ zeigt in seiner neuen Ausstellung im Landarbeiterhaus Werke der Berliner Malerin Sabine Beyerle und des Bildhauers Georg Mann aus dem Vogtland. Beyerles Malerei habe impressionistische Einflüsse, erklärt der Vorsitzende des Kunstvereins, Rainer Ehrt. Ihre nun gezeigten Bilder seien eigens für die Ausstellung entstanden. Im Interview, das auf der Webseite des Vereins zu sehen ist, erklärte Beyerle, dass sie fast alle ihre Ideen aus Reisen ziehe. Ihre ausdrucksstarken, oftmals in intensiven Farben getauchten Bilder zeigen verwunschen anmutende Orte – mal recht gegenständlich, dann wieder aufgebrochen durch abstrakte, fantastische Formen und ungewöhnliche Perspektiven. 

Foto: Promo

Dazu gesellen sich die oftmals ironischen, doppelbödigen Skulpturen des klassisch ausgebildeten Bildhauers Georg Mann. Der Künstler arbeite dabei mit durchaus ungewöhnlichen Materialien, erzählt Ehrt. Für die Skulpturen verwendet Mann etwa Eisenguss, Bronze, Stein oder Holz. Er kombiniere sogar Kristallglas mit flüssigem Eisen, so Ehrt. Wegen der geltenden Einschränkungen können sich jeweils nur vier Besucher gleichzeitig in einem der Räume aufhalten. Die Ausstellung ist bis zum 20. Juni jeden Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung unter der Tel.: 0173-8812451 im Landarbeiterhaus Kleinmachnow, Zehlendorfer Damm 200, zu sehen.  Der Eintritt ist frei.

Tiere streicheln und Gokart fahren

Der Vogelpark und Streichelzoo in Teltow hat bereits seit rund drei Wochen wieder geöffnet. Im Juni feiert der Familienbetrieb sein 30-jähriges Jubiläum. Horst Lübeck, der 2007 verstorbene Vater von Lothar Lübeck, hatte den Vogelpark einst gegründet. Wie berichtet war der Vogelpark wegen der Zwangsschließung in finanzielle Notlage geraten. Doch nun können die Besucher auf dem 10 000 Quadratmeter großen Areal wieder die rund 230 Tiere bestaunen, streicheln und füttern: Von Affen über Damwild, Papageien, Zebrafinken oder Pfauen, von Ziegen bis hin zu Alpakas. Für Kinder gibt es außerdem einen großen Spielplatz und jede Menge Gokarts. 

Wie in allen anderen Einrichtungen auch, müssen die Gäste die Abstandsregeln zu anderen Besuchern beachten. Nur eine bestimmte Anzahl an Gästen dürfe gleichzeitig auf das Areal, sagt Lübeck. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Geöffnet ist der Vogelpark in der Kastanienstraße 13-19 unter der Woche von 9 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 19 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 3,50 Euro, für Kinder 2,50 Euro. Mehr Infos finden Sie auf der Webseite des Vogelparks

In Licht getauchte Landschaften

Das Museum der Havelländischen Malerkolonie in Ferch setzt seine Ausstellung „Lichtblicke – Lichtstimmungen“ fort, die seit vergangenem November in den Räumen zu sehen ist. Sie dreht sich um das Licht und seine Wirkung, seine Darstellung und Gestaltung. Die Werke von märkischen Künstlern wie Arthur Borghard (1880 - 1958), Karl Hagemeister, Margarete von Zawadzky (1889 - 1964) oder Hans-Otto Gehrcke (1896 - 1988), zeigen Landschafts- und Naturaufnahmen aus der Region und veranschaulichen, warum sich die deutschen Impressionisten nicht hinter ihren französischen Kollegen zu verstecken brauchen. 

Ausstellung Lichtblicke: Lichtstimmungen im Museum der Malerkolonie Ferch.
Ausstellung Lichtblicke: Lichtstimmungen im Museum der Malerkolonie Ferch.Foto: Andreas Klaer

Der Zutritt zum Museum ist auf jeweils sechs Personen begrenzt. Die Gäste werden gebeten zueinander Abstand zu halten. Im Kassen- und Shopbereich darf sich jeweils nur ein Besucher aufhalten. Das Museumsteam stellt Desinfektionsmittel und Masken zur Verfügung. Die Ausstellung ist noch bis Juli zu sehen und immer Samstag und Sonntag von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 3 Euro, für Personen mit einer Gästekarte der Gemeinde Schwielowsee 2,50 Euro. Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Das Museum finden sie in der Beelitzer Straße 1 Ecke Dorfstraße in Ferch.

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