Windkraft in Teltow und Stahnsdorf : Weg für Windräder in Ruhlsdorf frei

Teltow und Stahnsdorf sind eigentlich gegen die geplanten Riesenwindräder. Das Landesumweltamt will jetzt den Druck zum Bau erhöhen. 

Saubere Energie, Ärger bei den Anwohnern. 
Saubere Energie, Ärger bei den Anwohnern. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Ruhlsdorf - Die geplanten mehr als 200 Meter hohen Windräder im Teltower Ortstteil Ruhlsdorf werden trotz mehrfacher Ablehnung durch die Gemeindeverteter wohl errichtet werden dürfen. In einem Antrag für den Ausschuss für Umwelt und Energie am Dienstag schlägt die Stadt Teltow vor, das gemeindliche Einvernehmen zum Bau jeweils einer 244 und einer 237 Meter hohen Anlage südlich der Schnellstraße L40 zu erteilen. Andernfalls werde das Landesamt für Umwelt das Einvernehmen der Stadt ersetzen, da laut Landesamt keine Gründe gegen den Bau der Anlagen sprechen. Der Ausschuss folgte am Dienstagabend der Empfehlung der Stadt, entschieden wird über die Vorlage voraussichtlich auf der Sitzung der Stadtverordneten am 27. November. 

Notus Energy will mehr als 200 Meter hohe Anlagen bauen

Wie berichtet will der Potsdamer Projektentwickler Notus Energy die Anlagen im Windeignungsgebiet Genshagener Heide bauen. Die Gemeindevertreter hatten bisher dagegen gestimmt, da der „Erholungswert der Landschaft“ durch die hohen Anlagen beeinträchtigt wäre, auch würde das Landschaftsbild verunstaltet und die Zuwegung sei nicht gesichert. Im Nachbarort Sputendorf steht bereits ein mehr als 200 Meter hohes Windrad, auf Gebiet der Stadt Teltow befinden sich jedoch nur 175 Meter hohe Anlagen.

Umweltamt: Landschaft wird nicht beeinträchtigt

Das Landesamt für Umwelt hat der Stadt in einem Schreiben vom 2. Oktober verdeutlicht, dass sich die Einwände wegen der Beeinträchtigung der Landschaft in der Prüfung nicht bestätigt hätten. Auch die Probleme bei der Zuwegung seien ausgeräumt. So soll statt des bestehenden Waldweges, der von der Straße Markgrafshof abzweigt, ein paralleler neuer Weg angelegt werden.

Das Landesamt hat der Stadt bis zum 8. November Zeit gegeben, sich zum Verfahren zu äußern. Neben der Stadt Teltow hatte sich auch die Gemeinde Stahnsdorf ablehnend zu den Windrädern geäußert. Sie sollen an der Grenze zum Stahnsdorfer Ortsteil Sputendorf entstehen.