Wildschweinplage : Brandenburgs Tierschutzbeauftragte ist gegen Bogenjagd

Im Sommer könnte in Stahnsdorf und Kleinmachnow die Bogenjagd auf Wildscheine beginnen. Das gefällt dem Tierschutzbeauftragten von Brandenburg gar nicht.

Foto: Lino Mirgeler/dpa (Symbolbild)

Stahnsdorf/Kleinmachnow - In die Diskussionen um die Jagd mit Pfeil und Bogen auf Wildschweine hat sich nun der Tierschutzbeauftragte des Landes Brandenburg, Stefan Heidrich, eingeschaltet. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete, lehnt Heidrich die Jagdmethode in Brandenburg ab. „Die Todeswirkung ist um ein Vielfaches geringer als bei der zugelassenen Jagd- beziehungsweise Tötungsmethode mit Geschossen“, sagte Heidrich. Er sehe darin unnötige Schmerzen für die Tiere.

Wie berichtet hatten Wildschweine in den beiden Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow in den vergangenen Monaten für einige Probleme gesorgt.In den sozialen Medien kursierten Videos von Wildschweinen, die am helllichten Tag durch Straßen gallopieren. Und Stahnsdorf hat bundesweit Schlagzeilen gemacht, als in einem Friseurladen stürmendes verletztes Tier bundesweit für Schlagzeilen. Mit der normalen Jagd mit Gewehren im Ortsgebiet konnte bislang die Zahl der Tiere nicht ausreichend dezimiert werden.

Die zuständigen Jagdpächter und die Gemeinden hatten eine Ausnahmegenehmigung für deutschlandweite Verbot der Bogenjagd bei der Oberen Jagdbehörde beantragt. Das brandenburgische Umweltministerium erwartet bis zum Sommer Genehmigungen für das Modellprojekt, das wissenschaftlich begleitet werden soll. Die Bogenjagd soll zeitlich beschränkt werden und wurde zunächst bis zum 31. Dezember 2020 beantragt. (mit dpa)