Waldbrand in Treuenbrietzen : Unbekannte wollten in geräumte Wohnungen einbrechen

Hunderte Menschen mussten sich wegen des Feuers in Sicherheit bringen. Die Notlage rief auch Kriminelle auf den Plan. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.

Ein Feuerwehrmann in einem abgebrannten Waldstück in Frohnsdorf.
Ein Feuerwehrmann in einem abgebrannten Waldstück in Frohnsdorf.Foto: AFP

Treuenbrietzen - Hunderte Menschen mussten am Wochenende wegen des verheerenden Waldbrandes bei Treuenbrietzen ihre Wohnungen verlassen. Schamlose Kriminelle wollten sich daraufhin die Notlage einiger Betroffener aus dem Ortsteil Frohnsdorf zunutze machen - zum Glück ohne Erfolg.

Unbekannte versuchten nach Angaben der Polizeidirektion West, in zwei Wohnungen eines Mehrfamilienhauses einzudringen. Das Vorhaben misslang allerdings. Nach Angaben der Polizei, die von einem "zu verachtenden Fall" schreibt, ereigneten sich die versuchten Einbrüche zwischen 11.30 Uhr am Sonntag (19.6.) und 14 Uhr am Montag (20.6.).

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Die Kriminalpolizei ermittelt und fragt nach Zeugen der Tat. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Brandenburg unter der Telefonnummer 03381 560-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Zeugen können auch das Online-Formular nutzen.

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Regen sorgte für Entspannung der Lage

Der Waldbrand in einem Kiefernwald in Treuenbrietzen hatte sich am Wochenende bei wechselnden Winden stark ausgebreitet. Hunderte Feuerwehrleute und Bundeswehrsoldaten führten einen dramatischen Kampf gegen die Flammen. Weil sich starker Rauch entwickelte, wurden die drei Ortsteile Frohnsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunn am Sonntag vorsorglich geräumt. 620 Menschen waren von den Evakuierungen betroffen. Am Montag konnten die Menschen zurück in ihre Wohnungen.

Das Löschen im Brandgebiet war besonders schwierig, weil im Boden eines ehemaligen Spreng- und Übungsplatzes Munition und Kampfmittel liegen. Nach Regenfällen entspannte sich die Lage am Montag deutlich. Am Dienstag kämpften aber noch zahlreiche Feuerwehrleute gegen Glutnester. (mit dpa)

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