Wahl ins Amt im zweiten Anlauf : Beate Rietz bleibt Beigeordnete in Teltow

Foto: Henry Klix

Teltow - Teltows Erste Beigeordnete, Beate Rietz (SPD), bleibt für weitere acht Jahre im Amt. Das haben Teltows Stadtverordnete am Mittwochabend mehrheitlich entschieden. Bis es soweit war, musste sich die 52-jährige Juristin aber gedulden. Wie berichtet war die bereits für Juni geplante Wahl verschoben worden – und auch am Mittwoch verzögerte sie sich. Noch im ersten Wahlgang erreichte Rietz bei 14 Ja- und 8 Nein-Stimmen nicht die erforderliche Mehrheit von mindestens 15 Stimmen, sodass die anwesenden 22 der insgesamt 29 Stadtverordneten ein zweites Mal wählen mussten. Am Ergebnis der geheimen Wahl änderte sich zwar nichts, diesmal aber genügte aufgrund der Bestimmungen eine einfache Stimmenmehrheit. „Ich nehme die Wahl sehr gerne an“, sagte die aus Schleswig-Holstein stammende Beigeordnete sichtlich erleichtert, als sie im Anschluss ans Rednerpult trat.

Wie berichtet hatte es zuvor um die Personalie Streit gegeben, vor allem wegen der ungeklärten Verantwortung beim Bau der Marina. Unter anderem hatte die CDU ihr Votum vom Inhalt eines von den Stadtverordneten beauftragten Gutachtens zur Kostensteigerung abhängig gemacht, das seit kurzem vorliegt. Laut CDU-Fraktionschef Ronny Bereczki soll den Mitgliedern letztlich aber kein Votum vorgegeben worden sein.

„Eine Chance, vielleicht noch jemanden zu finden, der besser geeignet ist“

Rietz war vor acht Jahren auf Vorschlag des Teltower Bürgermeisters Thomas Schmidt (SPD) ins Amt gewählt worden und für den Bereich Äußere Verwaltung zuständig, der auch das Bauamt umfasst. Ihre erste Amtsperiode endet im Oktober. Um sie zu halten, hatte Schmidt beantragt, auf eine erneute Ausschreibung der Stelle zu verzichten und die Baubeigeordnete konkurrenzlos zur Wahl zu stellen. Diesem Antrag gaben die Stadtverordneten mehrheitlich mit 16 Ja- bei sieben Nein-Stimmen statt. Kurz darauf verließ Jeanette Paech (Piraten) aus gesundheitlichen Gründen den Saal, so dass die Zahl der stimmberechtigten Stadtverordneten bei der anschließenden Wahl auf 22 sank.

Die Kritiker der Beigeordneten hatten zuvor noch versucht, vor allem Stadtverordnete aus den Reihen der SPD, CDU sowie FDP/LTR umzustimmen und für eine Ausschreibung des Postens zu gewinnen. „Es ist eine Chance, vielleicht noch jemanden zu finden, der besser geeignet ist“, sagte etwa der Grünen-Politiker Eberhard Adenstedt. Axel Szilleweit (Linke/Umweltaktive/BfB/Piraten) forderte einen Bauamtsleiter anstelle einer Beigeordneten. Seine Fraktion wolle das Fachliche vom Politischen trennen, erklärte er.

Wie berichtet soll es nach einer im Juni getroffenen Entscheidung der Stadtverordneten künftig sogar zwei Beigeordnete in Teltow geben. Der Bürgermeister hatte seinen Vorstoß vor allem mit dem nachhaltigen Wachstum der Stadt begründet. Wer neben Rietz ins Rathaus zieht, ist noch offen. Die zweite Stelle wird ausgeschrieben.

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