Wachschutz gegen Vandalismus : Randalierer auf Laga-Gelände in Beelitz

Farbschmierereien, verschandelte Skulpturen - auf dem künftigen Gartenschaugelände in Beelitz haben Unbekannte randaliert. Ein Wachschutz soll nun das Gelände nachts beaufsichtigen. 

Das Gelände des künftigen Bürgerparks ist das Ziel von Vandalismus geworden.
Das Gelände des künftigen Bürgerparks ist das Ziel von Vandalismus geworden.Foto: Stadt Beelitz

Beelitz - Unbekannte haben in den vergangenen Nächten in Beelitz auf dem für die Laga 2022 vorgesehenen Gartenschaugelände zwischen der Nieplitz und der Innenstadt die neuen Laternenmasten mit Farbe beschmiert und eine der Holzbänke angeschmort. Außerdem haben die Randalierer eine Spargel-Skulptur aus dem Boden herausgerissen und kopfüber in einen Altglascontainer gesteckt, wie die Stadt am Freitag mitteilte. 

Waschschutz soll Vandalen fernhalten

Um weiteren Vandalismus auf dem künftigen Areal des Bürgerparks zu unterbinden, will die Stadt Beelitz nun das Laga-Gelände nachts von einem Wachschutzunternehmen beaufsichtigen lassen. „Ich kann nicht verstehen, wie manche mutwillig Dinge angreifen, welche die Lebensqualität für uns alle in der Stadt verbessern sollen“, sagte Bürgermeister Bernhard Knuth (Unabhängiges Kommunalbündnis). Die Zerstörung von Allgemeingut sei weder witzig noch irgendein Ausdruck von Stärke, sondern im Gegenteil einfach nur feige und zeuge von sehr geringem Selbstbewusstsein, so Knuth.

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Auch die neuen Statuen, die vor rund zwei Wochen in den Rondellen an der Nieplitz aufgestellt worden sind, sind nach Angaben der Stadt bereits das Ziel von Vandalismus gewesen: Unbekannte hatten versucht, an einer der Statuen die Folie herunterzuziehen, in die sie zum Schutz eingewickelt ist. Auch die „Apoll“-Skulptur im Wasserturmpark sei bereits mehrmals „angegriffen“ und sogar beschossen worden, wahrscheinlich mit einem Luftgewehr oder ähnlichem. Ebenso wie die Laternen auf dem umliegenden Gelände.

Die Stadt Beelitz wird 2022 die Landesgartenschau ausrichten. 
Die Stadt Beelitz wird 2022 die Landesgartenschau ausrichten. Visualisierung: Stadt Beelitz

Gelände soll weiterhin offen für die Bürger bleiben

Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, konnte die Stadtverwaltung nicht beziffern. Die Schäden wurden dokumentiert, jedoch möchte die Stadt die Fotos nicht veröffentlichen, um den Randalierern keine Plattform zu bieten. „Wir werden solche Angriffe nicht einfach hinnehmen“, erklärte Bürgermeister Knuth. „Sollte jemand dabei erwischt werden, wie er sich mutwillig an öffentlichem Eigentum vergreift, wird diese Person angezeigt und knallhart zur Begleichung jener Kosten herangezogen, die sie verursacht hat.“ Die Stadt sei immer sehr kulant, wenn sich Gruppen von vornehmlich jüngeren Leuten auf öffentlichen Plätzen aufhalten und dabei auch mal über die Stränge schlagen. Der hinterlassene Müll zum Beispiel etwa im Lustgarten würde morgens ohne großes Aufhebens vom Bauhof weggeräumt. „Wir alle waren mal jung und haben uns sicher auch nicht immer so benommen, wie man es von uns erwartet hat“, so Bernhard Knuth.

Das künftige Gartenschaugelände im ersten fertiggestellten Bereich sei bewusst nicht abgesperrt worden – ein Zugeständnis an die Bürger der Stadt. Viele würden das Angebote dankbar annehmen und etwa auf den neuen befestigten Wegen an der Nieplitz spazieren gehen. Das solle auch weiterhin so bleiben, teilte die Stadt mit.

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