Verkehrsstatistik : Weniger Raser in der Mittelmark

Landkreis hat mehr Autofahrer kontrolliert: Rund 13.000 Fahrzeuge waren zu schnell unterwegs. 

Die Polizei führt regelmäßig Blitzer-Marathons durch. 
Die Polizei führt regelmäßig Blitzer-Marathons durch. Foto: Paul Zinken/dpa

Potsdam-Mittelmark - Die Zahl der bei Kontrollen erwischten Raser im Landkreis ist im ersten Halbjahr 2019 zurückgegangen. Das geht aus der Verkehrsstatistik hervor, die das Landratsamt jetzt veröffentlicht hat. Demnach wurden mit einem mobilen Lasergerät 702 Kontrollen durchgeführt, 54 mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit wurden gut 26 Prozent mehr Autos kontrolliert, die Zahl der Verstöße stieg aber nur um 0,7 Prozent an. Die Quote der Geschwindigkeitsübertretungen ist damit deutlich zurückgegangen. Von gut 214.000 kontrollierten Autofahrern waren demnach 13.207 zu schnell unterwegs. Im vergangenen Jahr waren von 166.000 Fahrzeugen 13.116 zu schnell.

Am häufigsten wird innerorts kontrolliert

Mit 62 Prozent der sogenannten mobilen Messungen – also per mobiler Blitzer – fand ein Großteil innerhalb geschlossener Ortschaften statt. Knapp jede fünfte Kontrolle wurde laut Landkreis in verkehrsberuhigten Bereichen etwa vor Schulen oder Kitas durchgeführt.

Auch an den stationären Blitzern in der Mittelmark wurden weniger Verstöße registriert als im Vorjahreszeitraum. So wurde die Geschwindigkeit von knapp 4,2 Millionen Fahrzeugen gemessen – gut 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotzdem sank die Zahl der Verstöße um drei Prozent auf 21 600, wie der Landkreis erfasst hat.

Weiterhin mehr Kontrollen geplant

Die Kreisverwaltung verfügt über sechs stationäre Blitzer, die wechselnd in zwölf Orten im Landkreis stehen: So wird in Kleinmachnow, Werder (Havel), Derwitz, Seddiner See, Treuenbrietzen, Neubensdorf, Niemegk, Groß Kreutz Ausbau, Rogäsen und Dippmansdorf jeweils ein Abschnitt kontrolliert, auf dem maximal 50 Stundenkilometer erlaubt sind. In Glindow wird vor einer Schule gemessen, wo in der Schulzeit nur mit 30 Stundenkilometern vorbeigefahren werden darf.

Trotz des positiven Trends – mehr Kontrollen, dennoch weniger Raser – will der Landkreis die Geschwindigkeitsüberwachung wie bislang fortführen, heißt es in einer Mitteilung. Denn der Kreis „trägt mit seinen Möglichkeiten zur präventiven Unfallverhütung und zum Schutz von Kindern im Straßenverkehr bei“.