Unfall in Geltow : Dreijähriger stirbt im Pool

Schwielowsee - Nach dem Tod eines Dreijährigen in einem Pool in Geltow wird wegen Verletzung der Fürsorgepflicht ermittelt. Geprüft wird nach Angaben der Polizei in Potsdam vom Mittwoch aber noch, gegen wen sich die Ermittlungen richten. Der Junge war am Dienstag in den Pool auf dem Grundstück seiner Großeltern gefallen. Ob sie oder die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt haben und wie es zu dem Unfall gekommen ist, wird untersucht. Es handelt sich aber um kein Fremdverschulden. Das Kind hatte zunächst noch gelebt, starb aber nach vergeblichen Wiederbelebungsversuchen im Krankenhaus.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums gehören Unfälle zu den größten Gesundheitsrisiken für Kinder. Die Zahl der Kinder unter 15 Jahren, die jährlich nach Unfallverletzungen ärztlich versorgt werden müssen, wird auf rund 1,7 Millionen geschätzt. Dabei handele es sich nicht in erster Linie um Verkehrsunfälle. Wesentlich mehr Unfälle passierten zu Hause und in der Freizeit sowie in der Schule oder im Kindergarten. Unfälle seien nach dem ersten Lebensjahr die häufigste Todesursache bei Kindern.

Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts zum Unfallgeschehen im Kindes- und Jugendalter musste jedes siebte Mädchen und jeder sechste Junge innerhalb der letzten zwölf Monate vor der Erhebung wegen eines Unfalls zum Arzt. Etwa 12,4 Prozent der Unfälle waren so schwerwiegend, dass die Kinder stationär behandelt werden mussten. dpa/PNN

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.