Umstrittenes Pestizid : Nabu erwartet Gerichtsentscheidung über "Karate Forst"-Einsatz

Das umstrittene Insektizid "Karate Forst" wird seit einer Woche über Wälder in Potsdam-Mittelmark versprüht. Der Naturschutzbund versucht gerichtlich, das zu stoppen.

Dieser Hubschrauber versprüht das Insektizid "Karate Forst" gegen den Kiefernschädling Nonne.
Dieser Hubschrauber versprüht das Insektizid "Karate Forst" gegen den Kiefernschädling Nonne.Foto: Bernd Settnik/dpa

Potsdam/Beelitz/Fichtenwalde - Der Naturschutzbund Nabu rechnet mit einer Entscheidung des Potsdamer Verwaltungsgerichts zum Einsatz des umstrittenen Insektizids „Karate Forst“ am Mittwoch, spätestens am Donnerstag. Das teilte Nabu-Landesverbandsvorsitzender Friedrich Schmitz-Jersch auf Anfrage mit. 

Gegen die bereits erlassene Zwischenverfügung des Gerichts, die das Sprühen nur über Schutzzonen verbietet, will der Nabu nicht Widerspruch einlegen. „Nach Abwägung der Argumente war unser Anwalt der Auffassung, dass es besser ist, jetzt die kurzfristige Entscheidung des Verwaltungsgerichts abzuwarten“, so Schmitz-Jersch. 

Der Nabu will wie berichtet gerichtlich die Sprüheinsätze gegen den Kiefernschädling Nonne über den Wäldern in Potsdam–Mittelmark und Teltow-Fläming stoppen. Gerichtssprecher Ruben Langer bestätigte auf Anfrage, dass die zuständige Kammer bereits an der Beschlussfassung arbeite.