Umbau von Familienzentrum : Werder schafft Treffpunkt am Wasser

Für den Umbau der Alten Weberei zu einem neuen Familienzentrum und einem Jugendclub will die Stadt Werder 600 000 Euro ausgeben. Das Geld ist im Doppelhaushalt 2018/19 eingeplant.

Foto: Lutz Hannemann

Werder (Havel) - Für den Umbau der Alten Weberei zu einem neuen Familienzentrum und einem Jugendclub will die Stadt Werder 600 000 Euro ausgeben. Das Geld ist im Doppelhaushalt 2018/19 eingeplant, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Erste Instandhaltungsarbeiten liefen an. Für die nötigen größeren Umbaumaßnahmen am Haus in der Adolf-Damaschke-Straße sei ein Bauantrag gestellt worden, die Baugenehmigung steht derzeit aber noch aus.

Im Haus müssen demnach Wände versetzt werden, auch eine Küche muss umgenutzt werden. „Das geht über genehmigungsfreie Instandsetzungsarbeiten weit hinaus“, so die Fachbereichsleiterin Ulrike Paniccia. Vor etwa einem Jahr hatte die Stadtverwaltung die Weichen für das neue soziale Zentrum in der Alten Weberei gestellt, dem ging eine mehrjährige Suche nach geeigneten Räumen voraus. Seit Jahren gibt es in der Stadt keinen Jugendclub, da dessen Räume im Jahr 2016 für eine Erweiterung der benachbarten Kita Stadtstrolche genutzt wurden. Das Familienzentrum ist übergangsweise im Seniorenzentrum Zernseehof untergebracht. Die Einrichtung wird vom Träger Job e.V. getragen, der auch den Jugendclub wieder betreiben wird.

Beim Job e.V. werde derzeit bereits an einem neuen Konzept für den sozialen Treffpunkt gearbeitet, so Paniccia. Der Standort auf dem neuen Wassergrundstück sei perfekt, um das Angebot in der wachsenden Stadt weiter zu etablieren.

Für den Jugendclub soll nach Abschluss der Bauarbeiten – ein Termin dafür steht noch nicht fest – ein etwa 200 Quadratmeter großer Raum zur Verfügung stehen. Das Familienzentrum soll einen 120 Quadratmeter großen Hauptraum erhalten. Dazu soll es zwei Beratungsräume erhalten, die 13 und 23 Quadratmeter groß sein werden.

Alle Besucher des Treffpunktes sollen ein 60 Quadratmeter großes Café sowie gemeinsame Sanitärräume und Büros nutzen können. Im Haus ist bereits eine Kegelbahn installiert. Sie soll einen neuen Zugang über den Flügel erhalten, in dem der Stadtsportbund und der Tennisverein Büros und Umkleidekabinen haben.