Teltow : Gutachter untersuchen tödlichen Unfall mit Streifenwagen

Nach dem tödlichen Crash mit einem Streifenwagen will die Polizei vermeiden, dass Kollegen gegen direkte Kollegen ermitteln müssen.

Teltow - Ein tödlicher Verkehrsunfall mit einem Polizeiauto in Teltow (Potsdam-Mittelmark) wird nun von einer elfköpfigen Ermittlungsgruppe untersucht. Das sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums den PNN am Montag. Die Gruppe werde von der Polizeidirektion Süd geführt. Diese ist eigentlich nicht für Teltow zuständig, sondern die Polizeidirektion West. Mit dieser Maßnahme will die Polizei vermeiden, dass Kollegen gegen direkte Kollegen ermitteln müssten. Zudem ist ein externer Gutachter eingeschaltet, wie in solchen Fällen üblich. Das sei eine Standardmaßnahme, betonte der Polizeisprecher. Man warte nun die Ergebnisse ab: „Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen.“

Zwei Polizisten noch nicht wieder dienstfähig

Wie berichtet war am Sonntag ein Polizeiwagen in Teltow an der Kreuzung Potsdamer Straße/Warthestraße mit dem Auto eines 70-Jährigen zusammengestoßen. Das Fahrzeug des Mannes wurde gegen die Straßenbegrenzung geschleudert, es überschlug sich. Der Fahrer und seine 60 Jahre alte Beifahrerin starben noch am Unfallort. Die zwei beteiligten Polizisten – 24 und 26 Jahre alt – wurden verletzt und kamen ins Krankenhaus. Der Polizeisprecher sagte, die zwei Beamten der Polizeiinspektion Potsdam seien noch nicht wieder dienstfähig. Allerdings hätten sie auch keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitten.

Der Unfall hatte sich ereignet, als der Polizeiwagen am Sonntagmorgen zu einem Einsatz in Teltow unterwegs war – mit Martinshorn und Blaulicht. In diesen Fällen kann die Polizei auch über eine rote Ampel fahren. Allerdings muss dies vorsichtig erfolgen, vor der Einfahrt in eine Kreuzung muss bei roter Ampel langsam gefahren werden. Untersucht wird nun, wie schnell der Polizeiwagen tatsächlich unterwegs war und ob eine Fahrlässigkeit vorliegt. dpa/PNN

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