• Nach Baumfällungen in Teltow fordern Brandenburgs Grüne Antworten vom Umweltministerium

Streit um Park in Teltow-Seehof : Naturschützer streiten mit Investoren um Sabersky-Park

Der Streit um den Sabersky-Park beschäftigt auch die Grünen im Landtag. Sie wollen wissen, warum so viele Bäume fallen mussten. 

Das ehemalige Gutshaus des jüdischen Grundbesitzers Max Sabersky ist heute ein Ärztehaus und noch gut erhalten. 
Das ehemalige Gutshaus des jüdischen Grundbesitzers Max Sabersky ist heute ein Ärztehaus und noch gut erhalten. Foto Manfred Thomas

Teltow - Brandenburgs Grüne fordern Aufklärung vom Umweltministerium zu den Baumfällungen im Teltower Sabersky-Park. „Trotz massiver Kritik wollen Erben der Flächeneigentümer die grüne Lunge der Stadt Teltow bebauen und vermarkten“, so der umweltpolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion, Benjamin Raschke, in einer Pressemitteilung am Donnerstag. Er fordert Aufklärung von Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD): bis Mitte Januar habe die Landesregierung Zeit, auf einen umfangreichen Fragenkatalog der Grünen zu antworten. 

Bewohner schätzen, dass die Hälfte des Baumbestandes gerodet wurde

Wie berichtet wurden trotz massiver Kritik von Anwohnern und der Stadt Ende November zahlreiche Bäume gerodet in dem 1,5 Hektar großen Park – bis dato die größte Waldfläche in Teltows Norden. Wie viele Bäume betroffen sind, ist noch immer unklar. Um das Ausmaß zu erfassen, sollen Luftbilder gemacht und ausgewertet werden. Anwohner gehen derzeit von etwa 250 Bäumen aus, der Bestand umfasst rund 400, darunter wertvoller, alter Baumbestand. Einen Verlust könne sich Teltow als eine der waldärmsten Städte Deutschlands nicht leisten, betonte das Rathaus zuvor und versuchte per Eilantrag die Rodungen erfolglos zu stoppen. Die untere Forstbehörde genehmigte die Fällungen.