• Straße in Werder wird verbreitert: Stadtparlament beschließt Plan für Margaretenstraße

Straße in Werder wird verbreitert : Stadtparlament beschließt Plan für Margaretenstraße

Werder (Havel) - Die Margaretenstraße in Werder kann ausgebaut werden. In ihrer jüngsten Sitzung haben die Stadtverordneten mehrheitlich die Pläne der Stadt befürwortet, die derzeit auf einer Breite von 4,75 Metern asphaltierte Straße mit daneben liegendem Sandstreifen auf sechs Meter auszubauen. Die Stadtverordneten von SPD und Grünen hatten sich dagegen ausgesprochen.

Wie berichtet ist der Ausbauabschnitt etwa 560 Meter lang. Bei den Anwohnern hatten die im Sommer 2016 bekannt gewordenen Pläne Proteste ausgelöst, da sie befürchten, künftig stärker von Durchgangsverkehr betroffen zu sein. Die Stadt hält einen Baubeginn im Jahr 2018 für realistisch. Nach den Protesten wurden die Pläne noch einmal geändert, auf einem 210 Meter langen Stück soll die Straße nur fünf Meter breit werden. Zudem soll an fünf Stellen die Fahrbahn auf 3,50 Meter eingeengt werden, um dafür zu sorgen, dass sich die Leute an die bereits jetzt bestehende Tempo-30-Zone halten.

Ein Änderungsantrag von SPD und Grünen, die Straße durchgängig auf fünf Meter Breite auszubauen und durch mehrere Erweiterungen auch die Begegnung von Lastwagen möglich zu machen, wurde von der CDU-Fraktion abgelehnt, die die Mehrheit der Sitze im Stadtparlament hat. Die Grünen hatten zuvor unter anderem kritisiert, dass für den Ausbau rund 100 Bäume des angrenzenden Stadtwaldes gefällt werden müssen.

Der Straßenausbau wird laut Stadtverwaltung etwa 1,11 Millionen Euro kosten, die Anlieger müssen sich daran beteiligen. Einige sollen für den Straßenausbau auch Grundstücke verkaufen. Besonders in Kreuzungsbereichen ist das wegen der benötigten Kurvenradien zum Abbiegen notwendig. Die Verkäufe sind noch nicht abgeschlossen.

Die Margaretenstraße bildet gemeinsam mit der Straße Am Plessower See eine Verbindung zwischen der Bundesstraße 1 und der Kemnitzer Straße. Sollte es in der Innenstadt an der Hauptkreuzung zwischen Brandenburger Straße und Eisenbahnstraße zu einem Unfall kommen, ist sie die einzige Verbindung vom Norden in den Süden der Stadt, weshalb die Stadt sie erweitern will. eb