Stammzellenspende-Aktion in Schwielowsee : Stammzellen für Werderanerin gesucht

Die Fercher Kita Birkenhain organisiert für eine an Blutkrebs erkrankte junge Werderanerin einen Registrierungstag für Stammzellenspender. Mitmachen kann jeder von 17 bis 55 Jahren.

Der Aufruf zur Registrierung für eine Stammzellenspende.
Der Aufruf zur Registrierung für eine Stammzellenspende.Foto: DKMS

Werder (Havel)/Schwielowsee - Fünf Erzieher aus der Kita Birkenhain in Ferch haben eine Initiative für eine an Blutkrebs erkrankte Mutter gestartet. Unter dem Motto „Rettet unsere Mama!“ suchen sie nach potenziellen Stammzellenspendern für die 32-jährige Nadine aus Werder (Havel). Am Samstag organisieren sie mit der Kita und vielen Unterstützern einen Registrierungstag für Stammzellenspender in der Caputher Firma Rohrrettung und Umweltschutz Schiffmann in der Michendorfer Chaussee 36. 

Einen passenden Spender zu finden ist nicht so einfach

Die zwei Töchter von Nadine werden in der Kita Birkenhain betreut, berichtet die Initiatorin Sabrina Szalai. Sie und die anderen Erzieher seien erschüttert gewesen, als sie die Nachricht von Nadines Krankheit erfahren haben. Mit den anderen Erzieherin habe man darüber nachgedacht, wie man helfen könne. „Seither organisieren wir die Registrierungsaktion und versuchen, so viele Menschen wie möglich zu erreichen.“ Einen passenden Stammzellenspender, einen genetischen Zwilling, zu finden, sei nicht so einfach. Umso wichtiger, dass sich mehr Leute registrieren lassen, sagt Szalai.

Laut der gemeinnützigen Organisation Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS), die die Aktion unterstützt und für die Registrierung verantwortlich ist, bekommt in Deutschland alle 15 Minuten jemand die Diagnose Blutkrebs gestellt. Die beste Behandlung der Krankheit ist eine Stammzellenspende – vor allem, wenn eine Chemotherapie nicht die erhoffte Heilung bringt. Bei den potenziellen Spendern wird für die Registrierung zunächst nur ein Wangenschleimhautabstrich mit einem Wattestäbchen gemacht und im Labor bestimmt. Die Stammzellenentnahme erfolgt dann in der Regel aus dem Blut oder aus dem Knochenmark aus dem Beckenkamm.

Die Aktion bekommt vielfach Unterstützung

Viele hätten bereits für die Aktion ihre Unterstützung angeboten, erzählt Szalai. Wie etwa der Lions Club aus Potsdam, der 25 Typisierungen bezahlen möchte. Denn die Registrierung und die damit verbundene Ersttypisierung wird nicht von der Krankenkasse bezahlt und kostet 35 Euro, die von der DKMS über Spenden finanziert werden. Auch viele Eltern der Kitakinder helfen mit und haben zum Beispiel die Flyer für die Spendenaktion kostenlos zur Verfügung gestellt oder T-Shirts für die Aktion bedrucken lassen, berichtet Szalai. Daniel Schiffmann, Geschäftsführer der Firma Rohrrettung und Umweltschutz, stellt für den Aktionstag eine seiner Hallen kostenlos zur Verfügung. Registrieren lassen kann sich jeder zwischen 17 bis 55 Jahren, wie Szalai erklärt. 
Die Registrierungsaktion läuft am Samstag von 11 bis 16 Uhr, bei Rohrrettung und Umweltschutz Schiffmann in der Michendorfer Chaussee 36 in Caputh. 

Die DKMS ist als gemeinnützige Gesellschaft auf Spendengelder angewiesen und benötigt finanzielle Unterstützung. DKMS-Spendenkonto IBAN: DE 34 1007 0848 0151 2318 06.