• Stahnsdorfer befürchten Verkehrschaos: Vollsperrung der Potsdamer Allee ab 9. Juli

Stahnsdorfer befürchten Verkehrschaos : Vollsperrung der Potsdamer Allee ab 9. Juli

Die Baupläne für den Umbau der Stahnsdorfer Ortsdurchfahrt sorgen für Chaos: Nur Busse und Rettungsfahrzeuge dürfen die Baustelle passieren.

Stahnsdorf - Es wird ernst für Stahnsdorfs Autofahrer: Ab dem 9. Juli beginnen die Arbeiten zum Umbau der Ortsdurchfahrt, wofür die Potsdamer Allee zunächst zwischen dem Schleusenweg und der Wilhelm-Külz-Straße voll gesperrt wird. Ab Mitte September wird die Straße dann bis zum Stahnsdorfer Hof gesperrt. Die Umbaupläne wurden am Mittwochabend noch einmal in der Aula der Stahnsdorfer Heinrich-Zille-Grundschule vorgestellt.

Demnach sollen die Arbeiten für die insgesamt 2,5 Kilometer lange Straße zwischen dem westlichen Ortseingang und dem Stahnsdorfer Hof bis Juli 2020 dauern. Wie berichtet soll es künftig statt zwei Fahrspuren pro Richtung nur eine Spur geben. Da die frühere Landesstraße seit der Fertigstellung der Ortsumfahrung L40 von 3000 Autos am Tag weniger benutzt wird, reicht dies Verkehrsplanern zufolge aus. Gestartet wird mit den für Autofahrer belastensten Arbeiten: Östlich des Schleusenweges kann nur unter Vollsperrung gebaut werden. Busse und Rettungsfahrzeuge können die Baustelle passieren. Die Umleitung erfolgt über den Güterfelder Damm und die Lindenallee zum Stahnsdorfer Hof.

Kosten für Anwohner noch unklar

Das sahen viele der etwa hundert anwesenden Stahnsdorfer kritisch, da die Lindenallee schon jetzt stark befahren ist. Stahnsdorfs Verkehrsfachbereichsleiter Frank Pieper zufolge sind die Verkehrsflüsse aber so berechnet, dass es kein Verkehrschaos geben soll. Allerdings richtet sich etwa regiobus Potsdam Mittelmark auf längere Fahrzeiten ein. Details zu Fahrplanänderungen werden in den kommenden Tagen veröffentlicht.

Wie berichtet sind die Kosten für den Straßenumbau auf rund elf Millionen Euro gestiegen, da die Auftragsbücher der Baufirmen gut gefüllt sind und deshalb höhere Preise verlangt werden. Den Großteil der Kosten übernehmen Land, Kreis und Kommune. Was die Anlieger zahlen müssen, soll Frank Pieper zufolge am Ende der Sommerferien feststehen.

Einige Anwohner protestierten am Mittwoch noch einmal gegen die Verengung der Straße, da sie künftig öfter Staus befürchten. Andere begrüßten den geplanten Umbau jedoch.

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