Stahnsdorf, Teltow und Kleinmachnow : Berlin will mehr Busse im Umland

Auf den Buslinien, die aus Stahnsdorf, Teltow und Kleinmachnow in die Region fahren, sollen künftig Busse im Zehn-Minuten-Takt unterwegs sein. Das plant der Berliner Senat. 

In der Teltower Region setzt Regiobus extra lange Busse ein.
In der Teltower Region setzt Regiobus extra lange Busse ein.Foto: E: Bellin

Teltow/Berlin - Der Berliner Senat will einen Zehn-Minuten-Takt auf den Buslinien, die aus Stahnsdorf, Teltow und Kleinmachnow in die Region fahren. Das bestätigte Dorothee Winden, Sprecherin der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, auf PNN-Anfrage. Betroffen sind die Linien 184 und X10 der BVG sowie die Linien 620, 622 und 623 von Regiobus. 

„Der Senat sieht hier sehr hohe Potenziale, basierend auf den guten Erfahrungen, die innerhalb Berlins mit vergleichbaren Verdichtungen auf einen Zehn-Minuten-Takt gemacht wurden“, so die Senatssprecherin. Derzeit fahren die Linien im 20-Minuten-Takt, nur die Linie X10 fährt zur Hauptverkehrszeit alle zehn Minuten. Seit der Einführung dieses Taktes seien die Fahrgastzahlen dort enorm gestiegen, hieß es.

Im Berliner Nahverkehrsplan ist Zehn-Minuten-Takt vorgesehen

Die Forderungen stehen im Zusammenhang mit dem künftigen Berliner Nahverkehrsplan, der in der gesamten Hauptstadt einen Zehn-Minuten-Takt bei Bussen vorsieht. 

Zudem sollen laut Nahverkehrsplan auf der S-Bahnlinie 25 nach Teltow in einigen Jahren Züge mit sechs statt vier Wagen eingesetzt werden. Wann dies möglich ist, ist aber unklar. Neue Bahnen würden ab 2026 geliefert, ältere ab 2023 modernisiert. Welche Züge wann wo eingesetzt werden, sei noch offen. Als „optionaler Bedarf“ ist im Berliner Nahverkehrsplan auch die S-Bahn-Verlängerung nach Stahnsdorf erwähnt. Der Senat gehe aber nicht davon aus, dass das Projekt vor 2030 realisiert wird, weshalb keine weiteren Detailplanungen wie die Bestellung von Zügen gemacht werden.

Erste Gespräche zu den zusätzlichen Bussen mit dem VBB und dem Landkreis dazu habe es bereits gegeben. Was die Taktverdichtung kosten würde, stehe derzeit aber noch nicht fest.

Fahrgastzählung geplant

Der Landkreis verweist auf Anfrage darauf, dass noch keine neue Fahrgastzählung in der Teltower Region vorliegt. Wegen der vielen Baustellen in der Region sei dies bisher nicht möglich gewesen, so Fachdienstleiterin Jana Busch. Erst nach einer solchen Zählung und deren Auswertung könne gesagt werden, wo Verbesserungen nötig sind. Dafür würden alle Linien untersucht, nicht nur die nach Berlin führenden. Wann das geschieht, ist derzeit offen.

Busch verweist auch darauf, dass das Land nicht einseitig Bedienungsstandards wie Taktfrequenzen vorgeben kann, da sie unter Finanzierungsvorbehalt stehen. Schon jetzt würde der mittelmärkische Verkehrsbetrieb mehr Kilometer auf Berliner Gebiet fahren als die BVG in der Mittelmark. „Diese Kilometer werden dem Landkreis durch die Stadt Berlin nicht finanziert“, so Busch. Berlin habe aber signalisiert, sich künftig an der Finanzierung zu beteiligen.