Potsdam-Mittelmark : Stahnsdorf stimmt für Bauhof Bürgermeister verliert Streit um Zweckverband

Martin Anton

Stahnsdorf - Jetzt also doch. Vor einigen Wochen sah es noch so aus, also ob die Gemeinde Stahnsdorf das Projekt für einen gemeinsamen Bauhof mit den Partnerkommunen Kleinmachnow und Teltow platzen lassen würde. Bürgermeister Bernd Albers (BfB) hatte sich gegen die Gründung eines Zweckverbandes entschieden und Anfang Juni einen entsprechenden Beschluss in die Gemeindevertretung eingebracht. Zwar lehnte die Mehrheit die Absage an Teltow und Kleinmachnow ab. Doch auch eine Vorlage von SPD und Linken für den Bauhof wurde nicht beschlossen, sondern zurück an die Ausschüsse verwiesen.

Hauptsorge der Stahnsdorfer: Während der gemeinsame Bauhof für Kleinmachnow und Teltow Einsparungspotenziale bietet, könnte die Grünpflege für die flächenmäßig größte der drei Kommunen deutlich teurer werden.

In dem am Donnerstagabend gefassten Beschluss für die Gründung ist daher eine Deckelung der „Kosten ohne Finanzierungskosten für den Bauhof für die Jahre 2019 bis 2021 auf eine Höhe von 1,35 Millionen Euro gedeckelt“.

In den Gemeinden Teltow und Kleinmachnow dürfte nach dem Ja Stahnsdorfs zum gemeinsamen Bauhof Erleichterung herrschen, gepaart mit leichter Skepsis. Schließlich stimmte Bürgermeister Albers wieder gegen die Gründung des Zweckverbandes „Bauhof“.

Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) sagte den PNN, er freue sich über die Entscheidung und hoffe „auf konstruktive Arbeit am Gründungsvertrag“ durch seinen Amtskollegen. „Das Projekt bedarf eines ganzen, nicht eines halben Herzens.“

Die drei Bürgermeister müssen jetzt die vertragliche Grundlage für den Zweckverband schaffen, damit die Parlamente darüber abstimmen können. Im Stahnsdorfer Beschluss wird eine erste Vorlage bis Ende des Jahres gefordert. Im Januar 2019 soll der Zweckverband seine Arbeit aufnehmen. Martin Anton

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