Stadtentwicklung in Teltow : Streit um Laternen für Sigridshorst

Die Stadtverwaltung will in dem Teltower Ortsteil Sigridshorst mit neuen Lampen für mehr Sicherheit und Wohnqualität sorgen. Zahlen müssen sie zum größten Teil die Anwohner.

Foto: Fabian Sommer/dpa

Teltow - Teltows Ortsteil Sigridshorst hat ein Problem mit der Straßenbeleuchtung. Die alten, aus dem Jahre 1938 stammenden Holzmasten sind nicht mehr standsicher und müssen nun samt Lampen ausgetauscht werden. Zudem soll es in dem Viertel künftig auch deutlich mehr Leuchten als bisher geben. Das zumindest sind die Pläne der Stadt. Die Kosten für das neue Licht sind allerdings umlagepflichtig und müssen zu 60 Prozent von den Anwohner der acht betroffenen Straßen getragen werden. Befragt, ob sie die neuen Lampen auch wollen, wurden sie bisher aber offenbar nicht. "Das ist unfair, wenn nicht Unrecht", beklagt der Teltower Stadtverordnete Andreas Wolf (Bürger für Bürger). Er rät den Anwohnern, zur Stadtverordnetenversammlung zu kommen, die am Mittwoch über die Erneuerung der Laternen als auch über die auserwählten Leuchten entscheiden wird.

Nach den aktuellen Plänen sollen die Straßenlaternen in den Sigridshorster Straßen mit LED-Lampen ausgestattet werden. Die Stadt orientiert sich dabei an acht bereits ausgetauschten Leuchten in der Friggastraße. Da es jene Lampen auf dem Markt aber nicht mehr gibt, will Teltow auf ein ähnlich aussehendes Modell desselben Herstellers zurückgreifen. Wie die vorherigen Lampen entsprächen aber auch diese dem im Jahr 2010 für den Ortsteil erstellten Beleuchtungskonzept, heißt es aus dem Rathaus.

Deutlich mehr Lampen als bisher geplant

Pro Leuchte sind zunächst 3000 Euro veranschlagt. Ihre Zahl soll gegenüber dem derzeitigen Stand aber deutlich steigen, mindestens um das Doppelte oder Dreifache pro Straße. In der Siegfriedstraße, einer Sammelstraße, sind sogar statt der bisherigen acht Holzmasten, fast 40 neue Lichtpunkte geplant. Die Gesamtinvestition für alle Straßen beläuft sich auf geschätzte 390 000 Euro. Teltow hätte mit 40 Prozent einen Anteil von etwa 156 000 Euro zu zahlen. Die genauen Kosten stünden nach Angaben der Stadt aber erst nach der Ausschreibung fest. Vorher soll es auch noch eine Anhörungsrunde mit den Anwohnern geben, so Stadtsprecher Jürgen Stich. Erst dann würde die Ausführungsplanung erstellt. Bisher gehe die Stadt aber davon aus, dass "die Anwohner aus Sicherheitsgründen und aus Gründen der Wohnqualität eine Beleuchtung der Straßen auch weiterhin wollen", erklärte er. Daher habe die Verwaltung als ersten notwendigen Schritt den Ausbaubeschluss eingebracht.