Spundwände sollen Böschung sichern : Marina: Verzögerung beim Brückenbau

Schon bald soll die Baustelle des Hafens mit dem Teltow-Kanal verbunden werden.
Schon bald soll die Baustelle des Hafens mit dem Teltow-Kanal verbunden werden.Foto: S. Gabsch

Teltow - Auf Teltows Hafenbaustelle ist wieder Leben eingekehrt. Ein riesiger Kran arbeitete sich dort derzeit durchs Erdreich. Wie Teltows Stadtsprecher Jürgen Stich dazu auf Anfrage erklärte, seien mit einer Vibrationsramme Spundwände im Boden versenkt worden, die die nach einem Erdrutsch im November weggesackte Hafenböschung sichern sollen. Im Anschluss soll das Hafenbecken vollendet werden. Dazu werde in Kürze ein Schwimmbagger eingesetzt. Der Durchstich zum Kanal erfolge im Herbst.

Der Baufortschritt verwundert, denn eine Genehmigung für die nach dem Erdrutsch geänderten Baupläne gibt es noch nicht. Das Landesamt für Umwelt (LfU) warte noch auf eine Stellungnahme der Unteren Wasserbehörde des Landkreises, so dessen Sprecher Thomas Frey. Der Kreis sei als Träger öffentlicher Belange an dem Verfahren beteiligt worden, hatte zunächst aber Nachforderungen zu den von Teltow eingereichten Unterlagen, sagte er. Landkreissprecher Kai-Uwe Schwinzert bestätigte, dass die Untere Wasserbehörde noch eine abschließende Stellungnahme erstellen werde.

Wie berichtet hatte die Stadt Teltow die Arbeiten im März wegen geänderter Pläne vorübergehend eingestellt und entschieden, auf westlicher Seite des Hafenbeckens zusätzliche Spundwände einzuziehen. Die Arbeiten, die nach dem Erdrutsch notwendig geworden waren, sollten mit dem Bau eines ebenfalls in diesem Bereich geplanten Bootslift verbunden werden, um Kosten zu sparen. Nach Angaben der Baubeigeordneten Beate Rietz würden sich die erfolgten Sicherungsmaßnahmen aber innerhalb der bestehenden Baugenehmigung bewegen. Die Planänderung betreffe die Schaffung der baulichen Voraussetzungen für den Lift in Kombination mit den zur Sicherung eingebrachten Spundwänden, erklärte sie. Ursprünglich waren die Projektverantwortlichen davon ausgegangen, dass die Plangenehmigung bereits nach Ostern vorliege.

Nachdem schon der für Juni geplante Eröffnungstermin der Marina nicht zu halten war, wird es nun auch für den zuletzt für Herbst ins Auge gefassten Start eng. Wie berichtet fehlen noch Toiletten, Duschen und das Hafenmeisterbüro, die später in einem noch zu bauenden Restaurant- und Bürogebäude untergebracht werden sollen. Noch sucht die Stadt nach einem Investor für den Bau.

Auch der Bau der über der Hafeneinfahrt geplanten Geh- und Radwegbrücke verzögert sich weiter. Die entsprechende Ausschreibung steht weiterhin aus. An den Plänen habe sich aber nichts geändert, so Stadtsprecher Stich. Die Ausschreibung werde zeitnah erfolgen, sagte er und verwies auf die Verzögerungen, die es durch die mit der Medienerschließung beauftragte Firma gegeben habe. Wie berichtet war diese wegen Problemen zwischenzeitlich abgesprungen. Als Gründe wurden Mängel in der Ausführungsplanung genannt. „Sobald klar ist, in welchem Zeitrahmen die von der Stadt beauftragte Firma dort die Arbeiten erledigt, wird der Bau der Brücke zeitlich eingeordnet“, sagte Stich.

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