• Sprengung in Stahnsdorf verlief ohne Zwischenfall: Minen lagen zwei Meter tief im Boden

Sprengung in Stahnsdorf verlief ohne Zwischenfall : Minen lagen zwei Meter tief im Boden

Sprengmeister Mike Schwitzke vom brandenburgischen Kampfmittelbeseitigungsdienst hat am Mittwoch in Stahnsdorf zwei Panzerminen in zwei Meter Tiefe entschärft. Leicht war es diesmal nicht.

Unspektakulär. Folienreste kennzeichnen die Stelle der Sprengung.
Unspektakulär. Folienreste kennzeichnen die Stelle der Sprengung.Foto: B. Settnik/dpa

Stahnsdorf - Er musste tief graben: Sprengmeister Mike Schwitzke vom brandenburgischen Kampfmittelbeseitigungsdienst hat am Mittwoch in Stahnsdorf zwei Panzerminen in zwei Meter Tiefe entschärft. Die Wehrmachtsmunition wurde wie berichtet bei Bauvorbereitungen für das neue Wohnviertel an der Stahnsdorfer Heinrich-Zille-Schule bereits am 31. Januar gefunden.

Ab 8 Uhr waren Ordnungskräfte der Gemeinde im Einsatz, um den Sperrkreis in etwa zwischen der Potsdamer Allee und dem Vicco-von-Bülow-Gymnasium einzurichten. Rund 200 Stahnsdorfer mussten dafür ihre Häuser verlassen, sie wurden zuvor per Brief von der Sprengung informiert. Die Bewohner der Potsdamer Allee 108 bis 112 durften ihre Häuser in der Zeit nicht verlassen. Drei Senioren wurden von der Gemeindeverwaltung in das Vereinsheim des Regionalen Sportvereins Eintracht 1949 gebracht, das zeitweilig als Notunterkunft diente.

Um 10.45 Uhr gab es Entwarnung, die Panzerminen wurden erfolgreich gesprengt. Insgesamt 25 Einsatzkräfte waren beteiligt. Gegen elf Uhr wurde die teilweise abgeriegelte Heinrich-Zille-Straße für den Verkehr wieder freigegeben. Zu Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr kam es nicht. Vize-Bürgermeisterin Anja Knoppke dankte im Nachhinein der Polizei, der Feuerwehr und dem Kampfmittelbeseitigungsteam ebenso wie den Stahnsdorfern, die alle ihre Häuser rechtzeitig verlassen hätten.

Auf dem Baufeld nahe des Vicco-von-Bülow-Gymnasiums ist zuvor schon weiteres explosives Material gefunden worden, das aber laut Verwaltung transportfähig war und nicht vor Ort gesprengt werden musste. Zu Sprengungen von Weltkriegsmunition kam es in Stahnsdorf öfters in den vergangenen Jahren: Vor zwei Jahren entschärfte Sprengmeister Schwitzke eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe mit seltenem Doppelzünder, die im Stahnsdorfer Gewerbegebiet Techno-Park gefunden wurde. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz, auf dem heute die Reiterstaffel der Bundespolizei ihre Anlage hat, mussten 2015 nach einem Bombenfund rund zweieinhalb Tonnen Weltkriegsmunition entschärft werden. 

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