Potsdam-Mittelmark : Sorge um Trinkwasser in Fresdorfer Heide

In der Fresdorfer Heide ist eine Bauschuttdeponie geplant. Kritiker befürchten eine Grundwasserverunreinigung. In der Region sei die Grundwassersituation angespannt genug.

In der Fresdorfer Heide ist eine Deponie für Bauschutt geplant - die zweitgrößte Bauschuttdeponie Brandenburgs.
In der Fresdorfer Heide ist eine Deponie für Bauschutt geplant - die zweitgrößte Bauschuttdeponie Brandenburgs.Foto: Andreas Klaer

Michendorf - Der Wasser- und Abwasserzweckverband „Mittelgraben“, zu dem die Gemeinden Nuthetal und Michendorf gehören, hat sich deutlich gegen den Bau einer Deponie in der Fresdorfer Heide ausgesprochen. Befürchtet werden „mögliche Risiken einer Deponie sowie eventuelle Verunreinigungen des Grundwassers, die die ohnehin bereits angespannte Grundwasserhaushaltssituation in der Region Nuthetal, Michendorf und Potsdam nachhaltig belasten könnten“, heißt es in einer Pressemitteilung der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH, die Betriebsführer des „Mittelgraben“ ist.

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Die Grundwasserleitungen in der Fresdorfer Heide seien aufgrund des steigenden Trinkwasserbedarfs in der Region als Grundwasservorrat unbedingt zu schützen. Das haben die Mitglieder des „Mittelgraben“-Verbandes am Mittwochabend in ihrer Sitzung beschlossen. Zu den Mitgliedern des Verbandes zählen Gemeindevertreter aus Michendorf und Nuthetal. Auch würde die Errichtung einer Deponie den Zielen des brandenburgischen Wasserhaushaltsgesetzes widersprechen. Demnach sollte die öffentliche Versorgung mit Trinkwasser vorrangig aus ortsnahen Wasservorkommen abgedeckt werden.

Wie berichtet kämpfen beide Gemeinden sowie eine Bürgerinitiative seit Jahren gegen die Ausbaupläne. In der ausgekiesten Grube der Fresdorfer Heide will die Firma BZR wie berichtet eine Deponie für Baustoffe errichten. Anwohner fürchten gesundheitliche Risiken und Umweltbelastungen durch Schadstoffe sowie eine erhöhte Brandgefahr. Aufgrund von Formfehlern bei der ersten Auslegung sollten in diesem Jahr die Unterlagen erneut ausgelegt werden, das ist aufgrund der Coronakrise aber noch nicht geschehen.

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