Solidarität in der Coronakrise : Stahnsdorfer Spendenaktion für soziale Einrichtungen

Das Team des Friseurladens "Abschnitt 1" in Stahnsdorf ruft zu Spenden auf. Das Geld soll vor allem sozialen Einrichtungen in der Region zugutekommen.

Salonleiterin Isabell Lojek (l.) mit ihrer Stellvertreterin Antje Jentzsch.
Salonleiterin Isabell Lojek (l.) mit ihrer Stellvertreterin Antje Jentzsch.Foto: Privat

Stahnsdorf - Etwas Gutes tun und andere in der Krise unterstützen: Isabell Lojek und ihr Team vom Friseurladen "Abschnitt 1" in der Potsdamer Allee in Stahnsdorf hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Das Geld soll vor allem an soziale Einrichtungen in der Region gehen, wie etwa an die Tafel oder in Form von Sachspenden an das Kinderheim Kienwerder, teilte Lojek gegenüber den PNN mit."Es gibt immer Menschen denen es schlechter geht und denen möchten wir helfen“, sagt eine der Mitarbeiterinnen in dem Aufruf, der per Video unter anderem in der Facebook-Gruppe „Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdof“ geteilt wurde.

Das Team wollte nicht einfach untätig zuhause sitzen

Am 17. März hat Isabell Lojek, um ihre Mitarbeiter und Kunden zu schützen, ihren Friseur- und Kosmetiksalon in der Potsdamer Allee geschlossen. Ihr zehnköpfiges Team würde seither zuhause sitzen, so Lojek auf Anfrage gegenüber den PNN. Wie auch für viele andere Betriebe bedeutet die aktuelle Situation für sie und ihr Team eine große finanzielle Belastung. Die Kosten und Gehälter im März finanziere Lojek noch aus eigener Tasche. Für den 1. April hat sie Kurzarbeit beantragt und außerdem einen Antrag für Soforthilfe bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) gestellt. 

Dennoch wollten Lojek und ihre Mitarbeiter nicht einfach untätig warten, bis die Krise vorbei ist. „Da wir nicht einfach nur zu Hause sitzen können, haben wir darüber nachgedacht, wie wir unsere Kontakte sinnvoll nutzen können. Dann kam mir die Idee mit dem Spendenvideo“, so Lojek. Ihr Team hat sie sofort dabei unterstützt. "Es ist für Alle gerade eine harte Zeit und keiner weiß, wie es weiter geht, dennoch gibt es auch jetzt Menschen, denen es schlechter geht und denen wollen wir helfen", erklärte Lojek.

Auch den Kunden soll etwas von den Spenden zu gute kommen 

Wenn die Krise vorbei ist will Lojek auf jeden Fall ihren Laden wieder öffnen. Aufgrund der derzeitigen finanziellen Einbußen seien eigentlich geplante Investitionen für die Kunden aber nicht möglich. Darum soll mit einem kleinen Teil der Spenden eine Sitzlounge im Außenbereich des Salons finanziert werden, wo ihre Kunden bei einem Latte Machiatto oder Sekt gemütlich draußen sitzen können, teilte Lojek mit. Für die Spenden hat das Team extra ein Paypal-Konto eingerichtet. Bereits in den ersten 24 Stunden der Aktion seien mehr als 1000 Euro zusammengekommen. "Wir haben die tollsten, verständnisvollsten und treuesten Kunden. Auch in der Zeit der Krise müssen wir zusammenhalten!", so Lojek. 

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