• Schwielowsee hofft auf Geld vom Land: Meusebach-Grundschule soll ab 2017 saniert werden

Schwielowsee hofft auf Geld vom Land : Meusebach-Grundschule soll ab 2017 saniert werden

Schwielowsee - Die Gemeinde Schwielowsee hofft, den Umbau der Geltower Meusebach-Grundschule mit Hilfe eines neuen Landesprogrammes finanzieren zu können. Wie berichtet sollen für knapp sechs Millionen Euro das bestehende Schulgebäude nahe der Bundesstraße 1 saniert und ein Neubau errichtet werden. Ursprünglich hatte die Gemeinde dafür auf eine Förderung von 2,6 Millionen Euro aus einem Bundesprogramm gehofft, der Rest sollte durch Kredite und Eigenmittel finanziert werden. Da es für das Bundesprogramm jedoch 15 Mal mehr Anträge als Geld gab, wurde der Förderantrag der Gemeinde abgelehnt.

Wie Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) auf der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend sagte, sei die Fördermittelakquise schwierig, man werde aber nicht aufgeben. So sei etwa eine Förderung durch das kommunale Investitionsprogramm des Landes Brandenburg (KIP) möglich. Gefördert werden dabei vor allem Baumaßnahmen für Barrierefreiheit und Inklusion, etwa die Schaffung neuer Räume für sonderpädagogischen Förderbedarf. Nicht gefördert werden jedoch Instandhaltungsarbeiten am bestehenden Schulhaus.

Jedoch ist das Förderprogramm noch nicht vollständig ausgearbeitet, wie ein Ministeriumsmitarbeiter mitteilte. Auch ist unklar, wie hoch eine mögliche Förderung ausfallen würde. Ein Mitarbeiter des Brandenburgischen Landesamtes für Liegenschaften, der das Projekt für förderwürdig hält, soll die Gemeinde bei der Erarbeitung der Förderanträge beraten.

Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit sieht die Gemeinde in einem neuen Bundesinvestitionsprogramm für sozialen Zusammenhalt, aus dem ab dem kommenden Jahr kommunale Investitionen mit 200 Millionen Euro gefördert werden sollen. Noch wird allerdings mit den Ländern verhandelt, wie das Geld verteilt werden soll. Bürgermeisterin Hoppe hat bereits einen formlosen Förderantrag eingereicht.

Die Meusebach-Grundschule ist im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet worden, sie wurde unter die 15 besten Schulen Deutschlands gewählt. Neben der Sanierung des maroden Schulhauses wurde im vergangenen Jahr in sechs Arbeitsgruppensitzungen beschlossen, einen dreigeschossigen Neubau mit Mensa, Klassenräumen und Platz für die benachbarte Kita zu errichten.

Trotzdem wurde der Schulbau am Mittwoch von zwei Fraktionsmitgliedern der Grünen wegen der hohen Kosten von mehr als drei Millionen Euro für die Gemeinde heftig kritisiert. Winnie Berlin kritisierte etwa, dass andere Investitionen in den kommenden Jahren so kaum möglich wären. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Roland Büchner (BBS), hielt die Kosten dagegen für tragbar und verwies auf die lange Diskussion dazu in der Gemeinde.

Die Planung für die Sanierung ist wie berichtet europaweit ausgeschrieben worden. Mitte Oktober soll ein Planungsbüro zudem mit der genauen Kostenberechnung für das Großprojekt beginnen, der Bauantrag soll im ersten Halbjahr 2017 gestellt werden. Sollte die Genehmigung innerhalb von fünf Monaten eintreffen, könnte noch 2017 eine neue Heizung ins alte Schulhaus eingebaut und das alte Heizhaus abgerissen werden. Die Hauptarbeiten sollen 2018 / 19 erfolgen, die Schüler müssen dafür teilweise in Containern unterrichtet werden. 

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