Potsdam-Mittelmark : S-Bahn kommt auch ohne Wohnungsbau CDU-Landtagskandidat kritisiert Kosankes Idee

Stahnsdorf - Die S–Bahn nach Stahnsdorf gibt es auch ohne Wohnungsneubau, sagt der Stahnsdorfer CDU-Vorsitzende Daniel Mühlner. Er kritisiert damit den Vorschlag des SPD-Landtagsabgeordneten Sören Kosanke, der für Wohnungsneubau plädiert, um die S-Bahn nach Stahnsdorf zu holen. Mit Blick auf die steigenden Fahrgastzahlen in der Region, stehe einer S-Bahnverlängerung von Teltow nach Stahnsdorf nichts im Wege, erklärt der CDU–Landtagskandidat.

Wie berichtet hatte Kosanke vorgeschlagen, bis zu 400 neue Mietwohnungen im Stahnsdorfer Gewerbegebiet an der Ruhlsdorfer Straße sowie auf einem Acker bei Kienwerder bauen zu lassen. Damit würde nicht nur dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum in der Region begegnet, sondern auch die Notwendigkeit einer verlängerten Schienenanbindung verdeutlicht werden. Kosankes Rechnung: Neue Anwohner führen zu mehr Fahrgästen, mehr Fahrgäste erhöhen wiederum die Chancen für einen Ausbau der S-Bahnstrecke.

„Er müsste wissen, dass sich ausgewiesene Gewerbegebiete und landwirtschaftliche Flächen nicht ohne Weiteres für Geschosswohnungsbau eignen“, kritisiert der Stahnsdorfer CDU-Vorsitzende jetzt. Das Hindernis für die Verlängerung der Strecke liegt laut Mühlner bei der Landesregierung. Er wirft dem Infrastrukturministerium vor, wissentlich mit Daten aus den 90er-Jahren zu arbeiten. Mühlner verweist auf aktuelle Werte: Demnach haben sich im Vergleich zu 2008 die Fahrgastzahlen verdoppelt. Mittlerweile würden rund 7000 Fahrgäste am Teltower Bahnhof ein- und aussteigen und mehr als 18 000 Pendler aus der Region täglich nach Berlin fahren. Eva Schmid

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