Ruhlsdorfer Straße : Gefährlicher Weg zur Schule

Bald sollen Kinder auf der Ruhlsdorfer Straße in Richtung Grundschule am Röthepfuhl auf einem Fahrradschutzstreifen fahren. Deshalb gibt es nun Kritik. 

Radfahren neben Autos auf der Straße kann gefährlich sein. 
Radfahren neben Autos auf der Straße kann gefährlich sein. Symbolfoto: Sebastian Gabsch

Teltow - Gefahr für Schulkinder: Am Ausbau der Ortsdurchfahrt Ruhlsdorf durch den Landesbetrieb Straßenwesen gibt es Kritik. Denn für die vor allem von Lkw viel befahrene Straße sind keine Fahrradwege, sondern nur Radschutzstreifen auf der Fahrbahn geplant. Die Straße wird von Schulkindern genutzt, die zur Grundschule am Röthepfuhl wollen. Eltern machen sich nun Sorgen um die Sicherheit ihrer Kinder.

Bislang gibt es nur einen Trampelpfad statt Geh- oder Radwegen

Konkret geht es um den Abschnitt der Straße zwischen dem Teltomat-Gelände in Richtung Landesstraße 40 im Süden von Ruhlsdorf. Es ist bereits der zweite Abschnitt der Straße, der ausgebaut werden soll, der Abschnitt nach Norden Richtung Teltow ist bereits fertig. Über die Pläne zum aktuellen Ausbau informierte der Landesbetrieb gemeinsam mit dem Ortsbeirat Ruhlsdorf bei einer Einwohnerversammlung in der vergangenen Woche. Geplant ist, die Fahrbahn auf 7,50 Meter zu erweitern. Links und rechts der Straße sollen erstmals Fußgänger- und Fahrradschutzstreifen entstehen – bislang befindet sich dort ein Trampelpfad. Beginnen sollen die Maßnahmen im Winter mit der Fällung der rund 50 Alleebäume, die derzeit noch die Straße säumen. Insgesamt sollen die Maßnahmen rund anderthalb Jahre dauern.

Radler müssten sich Straße mit Lkw und Bussen teilen

„Ich würde meinem Kind nie erlauben, dort Rad zu fahren“, sagt Stephanie Krone, die selbst in Teltow wohnt und deren Kind auf die Grundschule am Röthepfuhl geht, den PNN. Krone, die auch Sprecherin des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Berlin ist, kritisiert den Plan für die Schutzstreifen scharf. Auf der Straße sei es bereits jetzt als erfahrener Radler nur schwer erträglich. „Busse und 40-Tonner überholen in Haaresbreite und hupen“, beschreibt sie die Situation. Derzeit weichen die meisten Radfahrer zur Sicherheit auf den Trampelpfad aus. Vom Teltomat-Gelände bis zur Schule sind es rund ein Kilometer, den die Kinder überbrücken müssen. Bis zum Alter von Jahren ist das Fahren auf dem Gehweg zwar erlaubt, ab dann müssten die Kinder auf den Schutzstreifen ausweichen.

Das Problem ist der Platz

Platz für einen geteilten Fuß- und Radweg neben der Straße sei wegen der Grundstücksgrenzen nicht, erklärt Frank Schmidt, Dezernatsleiter für die Planung West beim Landesbetrieb, auf PNN-Anfrage. Eine Lösung bieten könnte die Stadt Teltow selbst, nämlich durch die Beschilderung der geplanten Wege: Laut Schmidt könne die Stadt den Gehweg auch für Radfahrer freigeben – den Schulkindern wäre damit der sichere Weg auf beiden Seiten der Straße möglich. Wer als Radfahrer schneller fahren möchte, könnte den Schutzstreifen nutzen.

Auf Anfrage konnte sich die Stadt Teltow gestern noch nicht zur möglichen Beschilderung äußern.

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