Restaurant in Werder (Havel) : Wieder frische Soljanka im Daus-Berg

Das Traditionsrestaurant am Glindower Eck in Werder (Havel) wird am Samstag von neuer Betreiberin wiedereröffnet.

Rustikal. Manuela Krause und Team bei letzten Arbeiten im Restaurant.
Rustikal. Manuela Krause und Team bei letzten Arbeiten im Restaurant.Foto: Enrico Bellin

Werder (Havel) - Würzfleisch, Soljanka und Schollenfilet: Es ist gutbürgerliche Küche, die die Werderaner ab Samstag, 26. Janaur 2019, im Restaurant Daus-Berg am Glindower Eck erwartet. Nach dreiwöchiger Renovierung wird das Traditionsrestaurant im vor 130 Jahren erbauten Haus nun von Manuela Krause betrieben. Krause ist in der Stadt bekannt, seit 18 Jahren betreibt sie das Restaurant Riegelspitze auf dem dortigen Campingplatz.

„Meine Stammkunden dort haben schon vor Jahren gefragt, ob ich nicht auch im Winter mein Essen in der Stadt anbieten könnte“, sagt Krause den PNN am Dienstag. Das Restaurant auf dem Campingplatz ist nur vom Frühjahr bis zum Herbst geöffnet und insgesamt gibt es in Werder (Havel) und den Ortsteilen nur eine Hand voll Restaurants mit deutscher Küche. Die Gästezahl habe aber in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt: Neben Touristen seien es die Potsdamer und Werderaner, die für eine hausgemachte Soljanka gern zu ihr kommen.

Rustikaler Charme bleibt erhalten

Zwei Jahre lang habe Krause nach einer Lokalität gesucht. Dann wurde im Sommer klar, dass die Betreiber des Daus-Berg nach zwölf Jahren aufhören wollten. Im direkt an der B1 und nur etwa 100 Meter vom Glindower See entfernten Haus gibt es seit 1938 eine Gastronomie mit deutscher Küche. Etwa 40.000 Euro habe sie in die Renovierung, die jetzt in den letzten Zügen ist, investiert. Der rustikale Charme soll mit altem Holztresen und Holzvertäfelungen erhalten bleiben.

Allerdings waren viele Holzteile morsch und mussten ersetzt werden, auch der Fliesenboden im Hauptgastraum, der etwa 45 Personen fasst, wurde durch einen Holzboden ersetzt. „Wir waren dann aber schon überrascht, wo sich noch überall Baustellen aufgetan haben“, so die Gastronomin. So habe etwa die Decke der Küche noch komplett erneuert werden müssen. Der etwa 25 Personen fassende zweite Gastraum habe ebenfalls erneuert werden müssen, da in ihm früher geraucht werden durfte. Dafür müssen die Gäste ab Samstag vor die Tür gehen.

Wildgulasch ist eine Option

Die Preise sollen im neuen Restaurant, das täglich außer mittwochs geöffnet sein wird, so moderat sein wie an der Riegelspitze: Ein Schweinefilet mit frischen Champignons kostet 11,50 Euro, die Scholle mit Reis einen Euro mehr. „An der Riegelspitze ist Gulasch der Renner, da werden wir hier wohl mal probieren, ob auch ein Wildgulasch bei den Werderanern ankommt“, so Krause. Bei der Personalwahl hatte sie Glück: Vor kurzem hat das Restaurant Scharfrichter am Plantagenplatz geschlossen, Koch und Kellnerin hat sie im Daus-Berg übernommen.

Und die werden viel zu tun haben, ist sich Krause sicher. Das Reservierungsbuch sei schon gut gefüllt. „Der Freundeskreis Bismarckhöhe hat schon bis Januar 2020 für seine monatlichen Treffen reserviert.“ Auch die wöchentliche Skatrunde, die es vor der Renovierung gab, wird weiterbestehen. Zu trinken gibt es künftig Bier aus Thüringen, aus dem Zapfhahn wird zunächst nur Altenburger Bier kommen. „Wir wollen auf jeden Fall auch regionales Bier aufnehmen, sind uns aber noch unsicher, ob aus dem Fläming oder vom Forsthaus Templin.“

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