Potsdam-Mittelmark : Rathaus will Vertrag mit Prokon

Schwielowsee - Der insolventen Firma Prokon soll nach einer Vorlage der Schwielowseer Verwaltung die Erschließung des Windparks bei Bliesendorf gestattet werden. Prokon will dort insgesamt neun Windkraftanlagen aufstellen lassen, sieben davon befinden sich im Gebiet der Gemeinde Schwielowsee.

„Wir haben mit dem Windparkentwickler gute Bedingungen ausgehandelt“, sagte Kämmerin Ute Lietz den PNN am Mittwoch. Lehne die Gemeinde den angebotenen Vertrag von Prokon ab, würde in absehbarer Zeit die nächste Firma kommen, die den geplanten Windpark umsetzen werde. „Im Flächennutzungsplan ist das Gebiet als Windeignungsgebiet vorgesehen.“

Um den Windpark bauen zu können, braucht Prokon grünes Licht von der Gemeinde. Sie gestattet der Firma, kommunale Wege zu nutzen und auf den Gemeindeflächen Leitungen zu verlegen, damit die Anlage betrieben werden kann. Dafür zahlt Prokon laut Rathausvorlage entweder einmalig 650 000 Euro oder jährlich eine Summe von rund 52 000 Euro über 20 Jahre. Zudem forderte die Verwaltung weitere Sicherheiten von der Firma.

Ob der Vertrag zustandekommt, wird in der Gemeindevertretersitzung am 8. Oktober entschieden. Stimmen die Gemeindevertreter zu, könnte laut Kämmerin der Bau in zwei Jahren beginnen.

Aufgrund der drohenden Pleite von Prokon war Anfang des Jahres die Bearbeitung der Anträge zeitweise ausgesetzt worden. Doch das Insolvenzverfahren würde laut dem zuständigen Insolvenzverwalter nichts an den Plänen der Firma ändern. Ziel sei die Sanierung des Betriebes, daher würden weiterhin Windparks geplant und betrieben werden. es

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