Probebetrieb : Regiobus testet Flüssiggas

"Saubere Fahrzeuge", das ist das Ziel bei Regiobus. Die Busse des Unternehmens könnten zukünftig mit Flüssiggas betrieben werden - wenn sich der Kraftstoff während des Probebetriebs bewährt.

Sollte sich das Flüssiggas während der Tests bewähren, soll damit zukünftig die gesamte Busflotte betrieben werden.
Sollte sich das Flüssiggas während der Tests bewähren, soll damit zukünftig die gesamte Busflotte betrieben werden.Foto: Enrico Berlin

Bad Belzig - Als Beitrag zur Reduzierung von Luftschadstoffen will das kreiseigene Unternehmen Regiobus testen, ob Dieselkraftstoff künftig durch Flüssiggas ersetzt werden kann. Das Test-Programm soll am Mittwoch auf dem Bad Belziger Betriebshof präsentiert werden. Durch den Einsatz des synthetischen Kraftstoffs, bei dem es sich um verflüssigtes Erdgas handelt, soll der Ausstoß vor allem von Stickoxid reduziert werden.

Wenn sich der Probebetrieb bewährt, soll die gesamte Busflotte mit dem Kraftstoff betrieben werden. Laut Pressemitteilung von Regiobus wäre man dann gemäß der Verordnung der Europäischen Union mit „sauberen Fahrzeugen“ unterwegs.

Der synthetische Kraftstoff wird erzeugt, indem zu Erdgas Sauerstoff und Wasserdampf hinzugefügt wird. Er soll sauberer als Dieselkraftstoff verbrennen, unter anderem, weil er keine Schwefelverbindungen enthält. Änderungen an der Motorentechnik sollen laut Herstellern des Kraftstoffs nicht nötig sein.

Den Ersatz von Dieselbussen durch Fahrzeuge mit Elektroantrieb lehnt Regiobus bisher ab. Das wurde in der Vergangenheit unter anderem mit den weiten Wegen begründet, die die Busse auf ihren Routen durch die Mittelmark planmäßig zurücklegen. Zudem müssten für den Einsatz von Elektrobussen auch Werkstätten um- oder neugebaut werden.