Potsdam-Mittelmark : Mehr Mitglieder in der Feuerwehr

Immer mehr Menschen in Potsdam-Mittelmark engagieren sich bei der Freiwilligen Feuerwehr. Angesichts zunehmender Brände ist das auch nötig.

Die Freiwilligen Feuerwehren in Potsdam-Mittelmark verzeichnen mehr Mitglieder.
Die Freiwilligen Feuerwehren in Potsdam-Mittelmark verzeichnen mehr Mitglieder.Foto: Sebastian Gabsch

In der Mittelmark ist die Zahl der Mitglieder in Freiwilligen Feuerwehren leicht gestiegen. Das geht aus dem Bericht des Kreisbrandmeisters für das Jahr 2018 hervor, der am 10. April im Sicherheitsausschuss öffentlich vorgestellt wird. Demnach stieg die Zahl der Feuerwehrmitglieder auf knapp 3600 an, 2017 waren es noch etwa 100 Mitglieder weniger, 2016 sogar rund 150 Mitglieder weniger. 

Auch in der Jugendfeuerwehr haben sich mehr Mittelmärker engagiert: Die Mitgliederzahl stieg leicht auf knapp 1500 an. Nur in der Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr waren weniger Menschen gemeldet: Die Zahl sank von 1500 im Jahr 2016 auf etwa 1300 im vergangenen Jahr.

Mehr Großbrände 2018

Aufgrund des trockenen Sommers war die Zahl der Großbrände im vergangenen Jahr dramatisch gestiegen: Lag die Zahl in den Vorjahren noch bei 10 bis 20, so mussten 2018 160 Großbrände gelöscht werden. Darin sind auch die Einsätze rund um Treuenbrietzen und Fichtenwalde enthalten, bei denen teilweise Evakuierungen von Wohngebieten nötig waren. 

Auch die Zahl der mittelgroßen Brände stieg deutlich an: Während 2018 etwa 450 solcher Feuer gelöscht werden mussten, waren es ein Jahr zuvor nur knapp 300. Nur die Anzahl kleiner Brände, bei denen keine größeren Wasserrohre zum Löschen nötig sind, sank um etwa 50 auf knapp 300 Einsätze. Insgesamt wurden 910 Brände gelöscht, 174 Mal davon waren Wohnungen betroffen. Dabei wurden laut Kreisbrandmeister vier Menschen gerettet, ein Bewohner konnte nur noch tot geborgen werden.

Weniger verletzte Feuerwehrleute

Trotz der erhöhten Brandzahl wurden im vergangenen Jahr weniger Feuerwehrleute verletzt als 2017: Statt 66 wurden 52 Erwachsene verletzt, bei den Jugendlichen sank die Zahl von zehn auf drei. Tödlich verletzt wurde im vergangenen Jahr niemand, nachdem 2017 zwei Mitglieder der Lehniner Feuerwehr bei einem Unfall auf der Autobahn gestorben sind.

Deutlich abgenommen hat die Zahl der sturmbedingten Einsätze im Vergleich zum Vorjahr: Mussten 2017 noch 1100 Sturmschäden beseitigt werden, waren es 2018 nur noch 240.