Potsdam-Mittelmark : Feuerwehr bekämpft neuen Brand in Bad Belzig

Erneut ist in Potsdam-Mittelmark ein Feuer ausgebrochen: In Bad Belzig stand zwischenzeitlich eine Fläche von sechs Hektar in Flammen. Am späten Nachmittag schien die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle zu haben.

Serie von Waldbränden in Brandenburg: Rund 600 Einsatzkräfte bekämpften den großen Waldbrand in Frohnsdorf im Südwesten Brandenburgs. 
Serie von Waldbränden in Brandenburg: Rund 600 Einsatzkräfte bekämpften den großen Waldbrand in Frohnsdorf im Südwesten...Foto: Paul Zinken/dpa

Bad Belzig - Schon wieder ein Brand in Potsdam-Mittelmark: Auf einem Feld nahe dem Belziger Gemeindeteil Verlorenwasser ist gestern Nachmittag erneut ein Feuer ausgebrochen. Anders als bei dem Großbrand bei Treuenbrietzen, könne in Bad Belzig Brandstiftung als Ursache aber ausgeschlossen werden, sagte Landkreissprecherin Andrea Metzler den PNN. 

Das Feuer war mit hoher Wahrscheinlichkeit durch einen Funkenflug ausgebrochen, der gegen 14 Uhr bei Feldarbeiten von einer der landwirtschaftlichen Maschinen ausgegangen war. Der Landwirt hatte sofort die Feuerwehr alarmiert, mit 13 Löschfahrzeugen rückten die Einsatzkräfte aus Bad Belzig und Brück zum Einsatzort aus. Nach Angaben der Landkreissprecherin hatten sich die Flammen auf eine Fläche von insgesamt sechs Hektar ausgebreitet, Feld und Mischwald seien betroffen. Am späten Nachmittag habe die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle gebracht. 

Lage in Treuenbrietzen entspannt sich

In den vergangenen Wochen haben große Waldbrände Mittelmark und andere Landkreise in Brandenburg immer wieder in Atem gehalten. Nach dem Großbrand, der vorigen Donnerstag in Treuenbrietzen wütete, hat sich die Lage inzwischen entspannt: Immer mehr Einsatzkräfte verlassen die von den Flammen in Mitleidenschaft gezogene Region. „Wir wollen sukzessive den Einsatz herunterfahren“, sagte Vize-Landrat Christian Stein. Am Dienstag waren noch rund 200 Einsatzkräfte mit dem Löschen und Kontrollieren der Glutnester beschäftigt, einzelne Teile der betroffenen Region in Treuenbrietzen seien aber bereits an die Forstverwaltung übergeben worden, hieß es. Bei der Kontrolle der Glutnester werde die Forstverwaltung durch das Technische Hilfswerk (THW) unterstützt. Noch am Abend sollte die Einsatzleitung der Stadt Treuenbrietzen übertragen werden, sagte Kreissprecherin Metzler.

Auch die anderen Waldbrände konnten Brandenburger Feuerwehren inzwischen unter Kontrolle bringen. Seit Sonntag brannten unter anderem rund 300 Hektar Wald am Jüterboger Keilberg (Landkreis Teltow-Fläming). Auch hier gab die Feuerwehr gestern Entwarnung. 

Polizei vermutet Brandstiftung in Treuenbrietzen und Jüterbog

Indes sucht die Polizei weiter nach den Brandursachen. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte Polizeisprecher Heiko Schmidt am Dienstag. Es liege aber sowohl beim Brand in Treuenbrietzen als auch dem Jüterboger Keilberg ein Anfangsverdacht für schwere Brandstiftung vor. Im Internet startete die Polizei über Twitter einen Zeugenaufruf. Derweil untersuche eine 20-köpfige Ermittlungsgruppe unter Leitung der Polizeidirektion West die Brandstellen. Unter dem Ermittlerteam seien auch Brandspezialisten des Landeskriminalamtes. 

Insgesamt standen seit Jahresbeginn in Brandenburg 1420 Hektar Wald in Flammen. 420mal brannte es. Ein Problem seien nach Angaben des Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel die Monokulturen. Derzeit dominiere die Kiefer, die 70 Prozent der Bäume ausmache. Stabile Mischwälder würden indes die Waldbrandgefahr verhindern, hieß es.
 

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