• Polizeimeldung für Potsdam-Mittelmark: Falscher Polizist scheitert mit Betrugsmasche in Kleinmachow

Polizeimeldung für Potsdam-Mittelmark : Falscher Polizist scheitert mit Betrugsmasche in Kleinmachow

Drei Kleinmachnower haben am Montag einen Anruf von einem vermeintlichen Polizisten aus Berlin bekommen. Gleich beim ersten Versuch scheiterte, weil der Angerufene eine Frage hatte.

Foto: Ottmar Winter (Symbolbild)

Kleinmachnow -  Die Masche ist nicht neu – auch nicht in Kleinmachnow im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Erneut haben Betrüger sich am Telefon als Polizisten ausgegeben und versucht, ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen. In den aktuell von der Polizei veröffentlichten Meldungen bekamen am Montag drei Menschen in Kleinmachnow kurz hintereinander jeweils die gleiche Räuberpistole präsentiert: Ein Mann gab sich am Telefon als Polizist aus Berlin aus. 

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Der vermeintliche Beamte berichtete von einem Überfall in der jeweiligen Nachbarschaft. Der erste Angerufene reagierte genau richtig: Er ließ sich auf gar kein Gespräch ein, sondern gab vor, sich zunächst erkundigen zu wollen und sich dann selbst zurückzumelden. Als er jedoch die Telefonnummer des vermeintlichen Berliner Polizisten erfahren wollte, sagte dieser, dass sich der Mann an jede Polizeidienststelle wenden könne – und legte auf. Das kam dem älteren Herrn dann doch etwas komisch vor und er rief tatsächlich die Polizei an. 

Mehrere gescheiterte Versuche am Montag

Dort wurde schnell klar, dass der Berliner Polizist ein Betrüger war. Ein umtriebiger dazu. Denn kurze Zeit später meldeten sich ein weiterer Mann und eine Frau aus Kleinmachnow bei der Polizei, die von einem ähnlichen Anruf berichteten. Erfolg hatte der falsche Polizisten in diesen Fällen nicht. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Polizei über ähnliche Betrugsversuche in Kleinmachnow berichtet. Anfang September und Anfang November war die Masche die gleiche. Dazu versuchten einige Ganoven noch die „Glücksspiel-Masche. 

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Für solche und ähnliche Anrufe hat die Polizei folgenden Tipps veröffentlicht:

  • Lassen Sie sich niemals auf dubiose Geldforderungen ein, von wem und unter welchem Vorwand auch immer! Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. 
  • Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis! 
  • Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen  Anruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können! 
  • Rufen Sie die Polizei an. Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer – Aber nicht die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde! 
  • Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers! 
  • Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind! Auch nicht der (angeblichen) Polizei! 
  • Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei – Nutzen Sie dazu die Telefonnummer: 110!


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