Potsdam-Mittelmark : Piraten: Mehr Transparenz zu Flüchtlingen

Die Piratenpartei in Potsdam-Mittelmark fordert im Landkreis eine transparentere und öffentliche Debatte über die künftigen Standorte von Flüchtlingsheimen. „Landrat Blasig muss endlich aufhören, die Bürger vor vollendete Tatsachen zu stellen“, kritisierte Kreisvorstandsmitglied Andreas Schramm in einer Mitteilung. Wenn der Landrat dies nicht wolle, sei „er falsch in seinem Amt“. Schramm warf dem Landrat eine „Rumtaktiererei“ bei der Flüchtlingsunterbringung vor. Dies müsse aufhören. „Es kann nicht angehen, dass quasi über Nacht Flüchtlinge untergebracht werden sollen, ohne die Bürger zuvor in die Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen“, sagte er. Eine Vorgehensweise wie in Lehnin, Michendorf oder Töplitz sei das Gegenteil einer Integrationsstrategie und bringe die Bürger völlig unnötig gegen Flüchtlinge auf.

Zuvor hatte bereits die mittelmärkische CDU-Vorsitzende Saskia Ludwig eine rechtzeitige Beteiligung der Anwohner gefordert. Anlass war, dass erst in der vergangenen Woche bekannt wurde, dass 70 Flüchtlinge in der ehemaligen Unterkunft für Erntehelfer am Töplitzer Ortsrand untergebracht werden sollen.PNN

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