Potsdam-Mittelmark : Nicht nur zum Schlafen in Caputh

Die Grimme-Preisträger Jörg Schüttauf und Thomas Freundner trugen sich in das Goldene Buch ein

Wolfgang Post

Die Grimme-Preisträger Jörg Schüttauf und Thomas Freundner trugen sich in das Goldene Buch ein Schwielowsee - „Am Anfang dachte ich, es sei ein Scherz“, sagte schmunzelnd Jörg Schüttauf. „Ich habe eigentlich nur meine Arbeit gemacht. Aber dennoch ist es ganz lieb, dass die Gemeinde daran gedacht hat.“ Am Donnerstag trug sich der aus Chemnitz stammende und seit fünf Jahren in Caputh lebende Schauspieler in das Goldene Buch der Gemeinde Schwielowsee ein – gemeinsam mit dem ebenfalls in Caputh beheimateten Drehbuchautor und Regisseur Thomas Freundner. Beide waren kürzlich für ihren Tatort-Krimi „Herzversagen“ mit dem Grimme-Preis, dem bedeutendsten deutschen Fernsehpreis, ausgezeichnet worden. Mit großer Freude wurde das auch in der Gemeinde aufgenommen, wie Bürgermeisterin Kerstin Hoppe und der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Roland Büchner, betonten. „Herzversagen“ hatte bei seiner Erstausstrahlung im Oktober eine Rekordeinschaltquote für sich verbuchen können. Mit 9,43 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 26,5 Prozent war der Tatort der erfolgreichste im vorigen Jahr. Jörg Schüttauf alias Kommissar Fritz Dellwo und seine Kollegen wurden mit den Problemen des Altwerdens und der Einsamkeit konfrontiert und trafen mit diesem Thema den Nerv der Zuschauer. Der Erfolg des Films galt seinerzeit als Indiz dafür, dass man auch mit sozialen Inhalten ein Massenpublikum erreichen kann. Freundner zählt zu den erfolgreichsten Autoren und Regisseuren der Marke „Tatort“. Kurz vor dem Grimme-Preis wurde ihm auch der Deutsche Fernsehkrimipreis für den besten Krimi des vergangenen Jahres verliehen. Am Rande der kleinen Feier im Schwielowsee-Rathaus verriet Freundner auch, dass er nicht nur zum Schlafen nach Caputh gezogen ist, sondern um zu leben, zu wohnen. „Und bestimmt werde ich mich mal wieder einmischen in der Gemeinde , wenn es die Situation verlangt“, betonte der 44-jährige aus dem westfälischen Dülmen stammende Freundner. Er war bekanntlich einer der Initiatoren, die im vergangenen um den Erhalt der 100-jährigen Linden in der Straße der Einheit von Caputh gestritten hatten. Wolfgang Post

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