Neues Programm in Belzig für Arbeitslose : Jobsuche mit intensiver Betreuung

Belzig - Mit einem vom Land geförderten Programm sollen im Jobcenter Belzig Langzeitarbeitslose bei ihrer Suche nach Arbeit besser unterstützt werden. Zwei sogenannte Integrationsbegleiterinnen werden dabei jeweils 25 Arbeitslose betreuen – statt durchschnittlich 220. Das Programm begann am 1.September und läuft bis zum 31.Januar 2018. Es wird durch das brandenburgische Arbeitsministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds mit insgesamt 395 000 € gefördert. Zielgruppe sind unter anderem Arbeitslose mit Kindern. Aus diesem Grund wird es eine enge Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum in Bad Belzig geben.

Von Ende Dezember 2012 bis Ende März 2015 hatte das Jobcenter sich bereits an einem ersten Durchgang des Landesprogramms Integrationsbegleitung beteiligt. Vier Integrationsbegleiter hatten sich dabei um insgesamt 456 Langzeitarbeitslose gekümmert. Von den Teilnehmern haben 207 einen Job am ersten Arbeitsmarkt gefunden. 104 der Teilnehmer, das sind 23 Prozent, die eine Arbeit aufgenommen haben, waren nach sieben Monaten immer noch beschäftigt. Damit konnte das Jobcenter nach eigenen Angaben das vom Land Brandenburg vorgegebene Ziel von 66 nachhaltigen Integrationen weit übertreffen.

Bernd Schade, Leiter des Jobcenters Maia, freut sich über die erneute Förderung durch das Land: „Das Land Brandenburg war mit der Richtlinie Integrationsbegleitung bundesweit ein Vorreiter. Insofern begrüßen wir es sehr, dass das Arbeitsministerium auch in der neuen Förderperiode Integrationsbegleiter in Potsdam-Mittelmark fördert. Wir können so an die Erfolge der ersten Programmphase anknüpfen.“ Potsdam-Mittelmark hatte sich 2012 entschieden, das Programm direkt im Jobcenter umzusetzen und keine Träger damit zu beauftragen, um, wie es heißt, Schnittstellen zu vermeiden.

Neu in dem beginnenden Programm ist die Ausrichtung auf Langzeitarbeitslose mit Kindern. In Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum Bad Belzig sollen für die Teilnehmer Angebote zur Stärkung des familiären Zusammenlebens und zur Unterstützung bei der Kinderbetreuung und -erziehung entwickelt werden. Der Landkreis hat einen weiteren Antrag auf Förderung von zwei Integrationsbegleitern am Standort Werder/Havel gestellt, über den das Arbeitsministerium noch nicht abschließend entschieden hat. PNN

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