• Neue Initiativen gegen Ortsumgehung Michendorf Versammlung am Sonnabend in Wilhelmshorst geplant

Potsdam-Mittelmark : Neue Initiativen gegen Ortsumgehung Michendorf Versammlung am Sonnabend in Wilhelmshorst geplant

Michendorf-Wilhelmshorst. Ein „Wilhelmshorster Tisch“ wurde am vergangenenSonntag im Gasthaus „Forelle“ in Wilhelmshorst aus der Taufe gehoben. Einige Wilhelmshorster Bürger folgten dem Vorschlag von CDU-Mann Matthias Engst, für aktuelle kommunale Probleme unter diesem Namen eine überparteiliche Diskussionsmöglichkeit zu schaffen. Die sieben anwesenden Wilhelmshorster Bürger trugen Engst den Vorsitz an. Auch ein erster Diskussionspunkt fand sich insofern rasch in der strittigen Problematik der Umgehungsstraße B 2-Ost, die das neue Michendorf zerteilen würde. Das Thema sorgt immer wieder für Zündstoff. Engst widersprach der derzeitigen Widerspiegelung des Verfahrensstandes, wonach die jetzige Planung unabwenderbar sei. Unter anderem Bauminister Frank Szymanski (SPD) hatte im November wiederholt geäußert, dass es über die gefundene Ostvariante für die Umgehung keine Diskussionen mehr geben könne. Engst meint hingegen, dass es bei den vor dem Verwaltungsgericht laufenden Klagen bisher keinerlei Rückzieher gab, bisherige Abholzungen und Ausschreibungen sich zunächst auf eine Teilstrecke beziehen und eigentlich in allen politischen Lagern - einschließlich des Verkehrsministeriums - auf „eine konzeptmäßige Klarstellung und deren politische Bewertung“ gewartet werde. Unterdessen hat eine weitere Initiative „Bürgermeinung zur Umgehungsstraße B2-Ost Michendorf“ am Sonnabend (17. Januar, 19 Uhr, Alte Turnhalle in Wilhelmshorst) zu einer Informationsveranstaltung zur Ortsumgehung eingeladen. Verantwortlich sind die beiden Germeindevertreter Dr. Wilfried Ahrens und Andree Halpap sowie Andreas Jentzsch, Carla Krüger und Joachim Riedel. „Abholzaktionen und kritische Pressemitteilungen sorgen für Unklarheiten über die Umgehungsstraße B 2-Ost durch Michendorf“, heißt es in einem öffentlichen Aufruf. Führende Politiker sehen Klärungsbedarf nach ständigen Bürgerprotesten. Die negativen Folgen der jetzigen Planung seien bei allen Beteiligten unstrittig. Überall fehlendes Geld, bevorstehende Wahlen und zunehmende Bemühungen um Aufrichtigkeit machen für die Politiker eine Entscheidungshilfe nötig, heißt es in dem Schreiben aus Wilhelmshorst weiter. Deshalb sollen „Kritik und Gegnerschaft“ durch eine große Zeitungsanzeige belegt werden. Der Umfang der Ablehnung solle durch die Namensangabe und Finanzierung der Anzeige bewiesen werden. Schon jetzt geplant ist eine Demonstration am Sonnabend, dem 31. Januar auf dem Brauhausberg in Potsdam gegen die neue Straße. Unter dem Motto „ Demo gegen unsinnigen Straßenbau“ will man sich dort um 15 Uhr versammeln. PNN