Potsdam-Mittelmark : Neue Gesamtschule soll 2018 starten

Bildungsausschuss einstimmig für Schule an der Mahlower Straße in Teltow

Teltow/Werder (Havel) - Die Mühlendorf-Oberschule in Teltow soll ab dem Schuljahr 2018/19 in eine Gesamtschule umgewandelt werden, für die der Kreis außerdem ein Grundstück an der Mahlower Straße kaufen und bebauen soll. Der Bildungsausschuss des Landkreises hat entsprechende Vorlagen der Kreisverwaltung am gestrigen Dienstag in der Sitzung im Werderaner Oberstufenzentrum einstimmig befürwortet. Demnach soll der Landkreis das Grundstück zwischen S-Bahnhof und Jet-Tankstelle für 1,66 Millionen Euro von der Stadt Teltow kaufen, um dort eine bis zu fünfzügige Gesamtschule mit dreizügiger gymnasialer Oberstufe zu errichten.

Gleichzeitig soll der Kreis ab dem Schuljahr 2018/19 die Mühlendorf-Oberschule teilweise anmieten. „Die Oberschule wird ab dann auslaufen und die Gesamtschule wird aufgebaut“, so Fachbereichsleiter André Köppen am Dienstag. Beide Schulen werden übergangsweise im selben Haus sein. Ob sie gemeinsam geleitet werden oder ob es zwei Schulleiter geben wird, war auf Nachfrage der Ausschussvorsitzenden Kathrin Menz (Linke) noch unklar. Zum Schulstart soll es vier Gesamt- und neun Oberschulklassen geben. Der Landkreis soll dem mit Teltow ausgehandelten Mietvertrag zufolge dann zuerst ein Drittel der Miete und Betriebskosten des Hauses tragen, die sich insgesamt auf 3 270 00 Euro jährlich belaufen. Ab dem Schuljahr 2021/22 soll es die von der Stadt Teltow betriebene Oberschule dann nicht mehr geben, dafür soll die Gesamtschule dann 16 Klassen umfassen und der Kreis die Kosten allein tragen.

Wann die Schule in den Neubau in der Mahlower Straße umziehen kann, konnte André Köppen gestern noch nicht sagen. Auch die Kosten seien noch offen. „Durch die schwierigen Grundstücksverhandlungen sind wir mit unserem Zeitplan in Verzug gekommen“, so Köppen. Erst im Juni hatten sich Stadt und Landkreis auf das von der Teltower BiT-Fraktion vorgeschlagene Grundstück an der Mahlower Straße geeinigt. Vorher war unter anderem ein Standort an der Potsdamer Straße im Gespräch, der etwa von der Nachbarkommune Stahnsdorf favorisiert wurde. Dem Fachbereichsleiter zufolge sei einer der großen Vorteile des Grundstückes, neben der guten Anbindung mit Bussen und S-Bahn, dass kein neuer Flächennutzungsplan nötig sei. Voruntersuchungen hätten zudem ergeben, dass auf der Fläche nicht mit Munitionsresten zu rechnen sei. Wenn der Kreistag die nötigen Beschlüsse gefasst hat, wahrscheinlich auf der Sitzung am 12. Oktober, soll mit der genauen Raumplanung begonnen werden. Auch wie die nötigen Sportanlagen geschaffen werden können, müsse noch überprüft werden. Genügend Platz gebe es auf dem gut 30 000 Quadratmeter großen Grundstück aber.

Die Garagen, die derzeit auf etwa zehn Prozent der Fläche stehen, werden Köppen zufolge weichen müssen. Die genaue Erschließung des Grundstückes soll noch in dieser Woche mit der Stadt Teltow besprochen werden, wahrscheinlich sei aber ein Haupteingang an der Mahlower Straße, wo die Garagen im Weg wären. Laut Peter Weis (FDP/Bik/BiT) sind zudem mehrere Nebeneingänge für Fußgänger und Radfahrer an Seitenstraßen möglich. „Ein weiterer Vorteil des Grundstückes ist, dass das Kant-Gymnasium nur etwa 500 Meter entfernt ist“, so Weis. Dadurch würden Kooperationen der Schulen erleichtert. Enrico Bellin