Nach Explosion in Stahnsdorf : Bauaufsicht sieht keine Verstöße der Bonava

Ein Fehlverhalten auf der Stahnsdorfer Bonava-Baustelle, auf der eine Fliegerbombe gesprengt werden musste, ist der Bauaufsicht nicht bekannt. Sie war jedoch zuletzt vor Baubeginn vor Ort. Jetzt sind Gespräche geplant.

Das Haus in Stahnsdorf ist wie das Nachbarhaus nach der Explosion noch unbewohnbar.
Das Haus in Stahnsdorf ist wie das Nachbarhaus nach der Explosion noch unbewohnbar.Foto: Ottmar Winter PNN

Stahnsdorf - Die Bauaufsicht des Landkreises Potsdam-Mittelmark hat bisher keine Anhaltspunkte, dass sich die Immobilienfirma Bonava in Stahnsdorf nicht an Auflagen gehalten hat. Das bestätigte der Landkreis am Donnerstag auf PNN-Anfrage. Fortlaufende Kontrollen auf der Baustelle habe es jedoch nicht gegeben, die Baustelle sei zuletzt vor Baubeginn besichtigt worden.
Wie berichtet hatte die Bonava für die Baustelle in der Wilhelm-Külz-Straße, auf der am Freitag eine Bombe gefunden und später gesprengt wurde, keine Munitionsfreigabe. Erdarbeiten sollten einer Auflage zufolge stets von einem Kampfmittelexperten begleitet werden. Am Freitag wurde jedoch Erde bewegt, die nicht ausreichend untersucht worden war. Dabei wurde die Bombe gefunden. Ihre Detonation in der Nacht zu Samstag hat enorme Schäden an mehreren Gebäuden verursacht, zwei Häuser sind noch unbewohnbar.

Statiker sollen die Arbeiten begleiten

Zur aktuellen Sachstandsklärung ist ein Gespräch mit dem Bauherren anberaumt, wie der Landkreis mitteilte. Die Bonava hatte in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass ein Subunternehmer die Erde nicht hätte bewegen dürfen und geklärt werde, wie es dazu kommt. Die Arbeiten sollen nun verstärkt durch Prüfstatiker begleitet werden, heißt es von der Bauaufsicht.