Nach der Bombensprengung : Zwei Häuser in Stahnsdorf weiter unbewohnbar

Bei der Bombensprengung in Stahnsdorf wurden diverse Häuser beschädigt. Einige so stark, dass sie weiterhin unbewohnbar sind. Aber es gibt auch gute Nachrichten.

Gutachter müssen klären, ob bzw. ab wann die stark beschädigten Einfamilienhäuser in der Ruhlsdorfer Straße wieder bewohnbar sind,
Gutachter müssen klären, ob bzw. ab wann die stark beschädigten Einfamilienhäuser in der Ruhlsdorfer Straße wieder bewohnbar sind,Foto: Ottmar Winter

Stahnsdorf - Auch fünf Tage nach der Bombensprengung in Stahnsdorf können noch nicht alle Bewohner wieder in ihre Häuser zurück. Gutachter sollen noch in dieser Woche entscheiden, wann die beiden stark beschädigten Einfamilienhäuser in der Ruhlsdorfer Straße wieder bewohnbar sind, wie Gemeindesprecher Stephan Reitzig am Mittwoch sagte. Die Gemeinde habe sich um Ersatzwohnungen gekümmert, derzeit seien aber alle Betroffenen bei Bekannten untergekommen.

Fehler eingeräumt

Die 500 Kilogramm schwere Bombe war am Freitag bei Baggerarbeiten im Nordosten Stahndorfs gefunden worden. Die zuständige Baufirma Bonava räumte Fehler bei den Bauarbeiten ein, wie berichtet hat ein Subunternehmer am Freitag noch nicht auf Bomben untersuchte Erde bewegt.

Nachdem eine Entschärfung misslang, wurde die Bombe am frühen Samstagmorgen gesprengt. Ob der Fehler für die Subfirma Konsequenzen haben wird, werde noch geprüft.

Weiterhin offene Fragen

Die Bauaufsicht des Landkreises konnte auch am Dienstag eine Anfrage der PNN zu den Einhaltungen der Auflagen hinsichtlich der Munitionsfreigabe auf der Baustelle noch nicht beantworten. Die Akte werde derzeit noch gesichtet, hieß es. Eine Munitionsfreigabe für die fläche war nicht gegeben worden. Auflage für die Bauarbeiten war die Begleitung durch einen Kampfmittelexperten, die der Bonava zufolge auch stattgefunden hat. Der Landkreis kann dies bisher weder bestätigen noch dementieren.

Zusage von Versicherungen

Einige Besitzer der durch die Detonation beschädigten Häuser haben inzwischen schon Bestätigungen erhalten, dass die Versicherungen den Schaden übernehmen. So hat etwa Frank Lemke, in dessen Haus in der Wilhelm-Külz-Straße wie berichtet unter anderem mehr als 20 Fenster kaputtgingen, die Zusage durch die Feuersozietät erhalten. Das sagte er am Mittwoch den PNN. Auch die Bonava berichtet von mehreren Zusagen bei betroffenen Anwohnern. (mit dpa)


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