Museumsprojekt : Kleinmachnow bekommt zwei Kuratorinnen

Seit Jahren kämpft die Kleinmachnower Museumsinitiative für ein eigenes Museum im Ort, jetzt erhalten sie erneut professionelle Unterstützung. 

In der ehemaligen Kirche im Jägerstieg ist unter anderem die Museumsinitiative und der Heimatverein untergekommen.  
In der ehemaligen Kirche im Jägerstieg ist unter anderem die Museumsinitiative und der Heimatverein untergekommen.  Foto: Manfred Thomas

Kleinmachnow - Für das Kleinmachnower Museumsprojekt sind zwei Kuratorinnen aus Berlin verpflichtet worden. Das wurde am Dienstagabend im Kulturausschuss in Kleinmachnow bekanntgegeben. Demnach sollen die zwei Berlinerinnen Sophie Schulz und Alexis Hyman Wolff das Projekt bis Ende 2020 voranbringen. Die Kommune hat dafür rund 45 000 Euro eingeplant.

Hyman Wolff war bereits in Kleinmachnow tätig, sie hat die zwei vergangenen Ausstellungen der Museumsinitiative im Sommerfeldhaus mitgestaltet. Ihr Ziel sei ein Museum von allen für alle, einen solchen partizipatorischer Ansatz verfolge auch Schulz. Seit vergangener Woche sind die Frauen offiziell mit dem Projekt beauftragt, hieß es aus dem Ausschuss.

Die Berliner Kuratorin Alexis Hyman Wolff.  
Die Berliner Kuratorin Alexis Hyman Wolff.  Foto: Johanna Bergmann

Die Kleinmachnower Museumsinitiative, die seit Jahren für ein eigenes Museum in der Gemeinde kämpft, ist mit der Auswahl der Kuratorinnen zufrieden. Andreas Büttner vom Vorstand der Initiative kritisierte jedoch, dass die Ehrenamtlichen des Museumsprojektes nicht in das Auswahlverfahren einbezogen wurden, obwohl sie es am Ende sind, die zusammen mit den Kuratoren im Rahmen der 100-Jahr-Feier Kleinmachnows die nächste Ausstellung auf die Beine stellen werden. 

Ärgerlich sei zudem, dass sich die Verwaltung knapp zwei Monate Zeit genommen habe, um sich für das Duo aus Berlin zu entscheiden.