Potsdam-Mittelmark : Mittelmarks Piraten-Vorstand zurückgetreten

Ariane Lemme

Potsdam-Mittelmark - Der Kreisverbandschef der mittelmärkischen Piraten, Bernd Wolf, ist am Mittwochabend überraschend zurückgetreten. Als Grund für diesen Schritt nannte er die interne Informationspolitik des Vorstands. Wenige Stunden zuvor hatte er in einem PNN-Gespräch noch kein Wort über bestehende Spannungen verloren. „Wir legen nach Außen hin sehr viel Wert auf Transparenz, die muss dann aber auch bei der Kommunikation unter den Piraten selbst gelten“, sagte Wolf den PNN nun am Donnerstag. Konkret habe es Differenzen zwischen ihm und Jeannette Paech gegeben, die ebenfalls im Vorstand sitzt. Letztlich stellte Wolf die Teltowerin vor die Wahl: sie oder er.

Streitpunkt war unter anderem die Teilnahme der Piraten am politischen 1. Mai der Linken in Teltow. Paech habe für das Fest einen Infostand der Partei organisiert, Wolf gegenüber aber nicht klar kommuniziert, dass es sich dabei um eine Linke-Veranstaltung handle. Allerdings, räumte Wolf ein, seien dort auch FDP und Grüne mit eigenen Ständen vertreten gewesen. „Es gab in der letzten Zeit durchaus verschiedene Ansichten zur Arbeitsweise des Vorstandes; sicher bin auch ich nicht ganz unschuldig an der derzeitigen Situation“, sagte Paech. Noch sei der Vorstand aber handlungsfähig, doch zusammen mit Wolf hat auch Ronny Eigenfeldt, Vorstandsmitglied aus Treuenbrietzen, seinen Rücktritt angekündigt. Wenn dieser wirksam wird, übernimmt der Landesvorstand kommissarisch die Leitung des Kreisverbands. Wolf und Eigenfeldt wollen ihre politische Arbeit für die Piraten indes nicht aufgeben. So wird Wolf etwa aktiv an der Gründung der Kleinmachnower Untergruppe mitwirken, die für den 2. August geplant ist. Ariane Lemme

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