Potsdam-Mittelmark : Mit Musik über die Grenze

Das Blasorchester Stücken feiert 45-jähriges Jubiläum

Michendorf - Zu einem Jubiläumskonzert lädt das Blasorchester Stücken am morgigen Sonntag um 13.30 Uhr in den Schlosspark des Ortes ein. Anlass ist das 45-jährige Bestehen des Klangkörpers. Als Gäste wirken das Feuerwehrorchester Görzke und die Trachtenkapelle Hohenmirsberg aus dem Frankenland mit. Schon am heutigen Samstagabend sind die Hohenmiersberger um 20 Uhr beim Tanz in der Festhalle Partner der Stückener Musiker.

Als Gründungsvater des Orchesters gilt Hubert Wüstenhagen. „Wir brauchen Musike!“, hatte er 1961 festgestellt. In der Küche erhielten daraufhin acht Schüler auf geliehenen Instrumenten Musikunterricht. Vier Jahre dauerte es, bis unter der Leitung von Kurt Becker 1965 zum Jahrestag der DDR ein erster Auftritt in der Stückener Gaststätte Kieckebusch folgte, berichtet der heutige Vereinsvorsitzende Lutz Hagen aus Tremsdorf.

Was Hubert Wüstenhagen angeschoben hatte, unterstützte schon bald Lehrer Josef Langner. Er verstand es auf besondere Weise, unter seinen Schülern das Interesse an der Musik zu wecken. 23 Instrumentalisten gehören dem Blasorchester heute an. Aus Rieben, Tremsdorf, Körzin, Michendorf und Fresdorf kommen sie zusammen. Ab September wird wieder Nachwuchs für die Instrumentalausbildung gesucht. Eine Kooperationsvereinbarung mit der Kreismusikschule „Engelbert Humperdinck“ Kleinmachnow macht es möglich, dass im eigenen Probenraum in Stücken junge Leute das Spielen von Trompete, Tenorhorn, Tuba, Schlagzeug oder Posaune erlernen können. Bis zu 40 Auftritte absolvieren die Musiker im Jahr. Sie blasen auf Wunsch zu Hochzeit und Geburtstag, zum Tanz und geben Konzerte. Am 12. November 1989 zogen sie mit Marschmusik über die Glienicker Brücke in den Westen, 1995 traten sie zur Grünen Woche im ICC auf, erzählt Hagen, dessen zwei Söhne seit Jahren bereits mit von der Partie sind. Erst kürzlich sorgten die Stückener auch zum 85. Jubiläum der Saarmunder Feuerwehr für Stimmung. kau