Millionenprojekt : Streit ums Geld für Teltows Schwimmhalle

Der Stahnsdorfer Gemeindevertreter Christian Kümpel sieht nicht ein, warum sich Kleinmachnow und Stahnsdorf an den Kosten für ein gemeinsames Bad beteiligen sollen. 

Die Schwimmhalle ist ein Wunsch aus dem Teltower Bürgerhaushalt. 
Die Schwimmhalle ist ein Wunsch aus dem Teltower Bürgerhaushalt. Foto: an-Philipp Strobel/dpa

Stahnsdorf - Der Stahnsdorfer FDP-Gemeindevertreter Christian Kümpel spricht sich gegen eine Schwimmhalle in Teltow aus. Er kritisierte, dass Stahnsdorf und Kleinmachnow für das gemeinsame Schwimmbad und dessen Unterhalt Geld zahlen sollen. Teltow bekomme Geld vom Land, um seine Aufgaben als Mittelzentrum – zum Beispiel für den Bau und den Erhalt eines Schwimmbades – zu erfüllen, so Kümpel in einer Pressemitteilung. „Leider hat Teltow, statt seinen Aufgaben als Mittelzentrum gerecht zu werden, das Geld des Landes in einen Hafen gesteckt.“ 

Warum hat Teltow Geld für einen Hafen, aber nicht für eine Schwimmhalle?

Dass nun die umliegenden Gemeinden aushelfen sollen, die „weder einen Hafen bestellt noch Gelder vom Land als Mittelzentrum erhalten“ hätten, sei „geradezu absurd“. Bisher werden die Kosten für den Bau des gemeinsamen Bads laut einer ersten Berechnung der drei Gemeinden auf mindestens 6,5 Millionen Euro geschätzt. 

Die jährlichen Unterhaltungskosten sollen bis zu eine Million Euro betragen. „Ich hoffe, dass auch in Kleinmachnow erkannt wird, dass Teltow gerne das Geld als Mittelzentrum einstreicht, aber die finanziellen Lasten, die zu einem Mittelzentrum gehören, anderen aufbürden möchte“, so Kümpel.