Michendorf will jährlich feiern : Gemeinde plant Neujahrsempfang

Henry Klix

Michendorf - Michendorf kommt zusammen: Zu jedem Jahresstart soll in der Gemeinde künftig zu einem Neujahrsempfang geladen werden. Ein entsprechender Beschlussantrag der SPD ist in der jüngsten Gemeindevertretersitzung ohne Gegenstimme angenommen worden. Demnach werden Bürgermeister und die Vorsitzende der Gemeindevertretung engagierte Bürger, Vereine und das Unternehmernetzwerk jährlich zum Feiern einladen – an einem Samstagvormittag im Januar, wie es im Beschluss heißt. Was die Gemeinde dafür springen lässt, blieb offen. Im Gespräch sind 7500 Euro.

„Es mag Wichtigeres geben als die Planung und Organisation eines Neujahrsempfangs für Michendorf, aber die Wertschätzung der Verantwortlichen gegenüber ihren Bürgern in einem festlichen Rahmen soll auch in unserer Gemeinde nicht vernachlässigt werden“, hieß es aus der SPD. Bürgermeister Reinhard Mirbach findet die Idee gut und erklärte augenzwinkernd, dass das auch zur Haushaltsdisziplin beitragen könnte. Ohne gültigen Haushalt könne der Empfang im Januar nicht stattfinden, die Debatten ziehen sich in manchen Gemeinden bis weit ins Frühjahr hinein.

Ernst Joachim Sattler (FBL/UWG) glaubt sogar, dass ein Neujahrsempfang gut fürs Klima in der bisweilen etwas bissigen Gemeindevertretung sein kann. „Wir feiern in der Hoffnung, dass wir zueinander kommen und konstruktiv zusammenarbeiten“, sagte Sattler.

Mit dem Neujahrsempfang wurde als Beschlussteil zwei auch gleich ein jährliches Wirtschaftsgespräch mit den im Ort ansässigen Unternehmen, Gastbetrieben und Selbstständigen und mit den zuständigen Arbeitnehmerorganisationen beschlossen. Eine Gelegenheit zum Gespräch und zur besseren Vernetzung, meint die SPD, zumal die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde steigen und man davon profitiere. Einladen soll der Vorsitzende des Finanz- und Wirtschaftsausschusses, das Gespräch soll im zweiten Quartal jeden Jahres stattfinden.

Zur Förderung von Unternehmensansiedlungen und konkreter Projekte, das ist Beschlussteil drei, soll der Bürgermeister künftig ein kleines Jahresbudget von 10 000 Euro bereitgestellt bekommen. Auch dagegen hatte Mirbach nichts einzuwenden. In einer einfachen Förderrichtlinie soll geregelt werden, wie die Mittel beantragt werden können und wohin sie fließen dürfen. 

 

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