Potsdam-Mittelmark : Mehr Touren für Genießer Unternehmer vermarkten Region um Michendorf

Tour de Flieder. Pünklich zu Pfingsten gibt es eine neue Route.
Tour de Flieder. Pünklich zu Pfingsten gibt es eine neue Route.Foto: privat

Michendorf - Keine Wolke am Himmel, die Fahrradreifen aufgepumpt, Geld in der Tasche – die Reise kann losgehen. Die vom Michendorfer Freien Unternehmernetzwerk konzipierten „Genießertouren“ rund um Michendorf kommen bei Touristen und Einheimischen immer besser an. „Bis Mitte Juni werden wir weitere vier Touren anbieten“, kündigt der Sprecher des Netzwerks, Gilles Delaunay, an.

Auf handlichen Flyern oder im Internet haben die Unternehmer die ersten vier Routen bereits im April diesen Jahres veröffentlicht. Für jede Tour wurde federführend ein Gastronom aus der Region gewonnen, der eine Route konzipierte. Die 15 bis 30 Kilometer langen Strecken führen an Künstlerateliers, landschaftlichen Höhepunkten, bei Landwirten und Gasthöfen aus der Region vorbei.

„Profitieren sollen davon vor allem Touristen“, so Delaunay. Oft seien die Gastwirte von ihren Gästen gefragt worden, was es in der Umgebung zu sehen gebe. Daraufhin habe man mehrere Touren ausgetüftelt, die zur Auswahl stehen. Nicht nur Besucher von weit her sind auf den Routen inzwischen unterwegs. „Auch Einheimische fahren die Strecken ab“, so Delaunay gegenüber den PNN.

Mit dem Rad oder Auto kann die Umgebung erkundet werden. Auch eine Tour für Spaziergänger gibt es. „Die meisten Gäste wollen sich aber mit dem Rad auf die Genussreise begeben.“ Elektroräder und normale Räder könnten bei den Gastronomen rund um Michendorf, bei denen jeweils die Touren starten und enden, ausleihen. Zwischen 8 und 10 Euro für konventionelle Pedalkraft und 25 bis 30 Euro für Pedelecs wird als Tagesmiete verlangt.

Neu ist eine Tour, die auf dem Fliederhof in Stücken ihren Ausgangspunkt hat. Sie wurde gerade veröffentlicht. Am Fliederhof startet die Route, wer will kann sich schon vor der Abfahrt von Gastwirtin Juliane Syring, der Schwester des Beelitzer Spargelbauern Thomas Syring, bekochen lassen. Ihren Gästen tischt sie regionale und saisonale Lebensmittel auf: von der Mairübchensuppe über Müritzer Bachsaibling bis zum marinierten Beelitzer Kaninchenfilet. Danach geht es entlang der grünen Wiesen des Naturparks Nuthe-Nieplitz bis nach Blankensee. „Dort kann man dann eine Fischräucherei, einen Kunsthofladen und das Naturparkzentrum in Glau besuchen“, so Delaunay. Über einen Abstecher bei einem Lehmbauern in Schönhagen geht es weiter nach Zauchwitz. „Zum Kaffee kann man dort dann in den Garten-Laden von Ilona Lapsin“, so Delaunay. Sie backe Kuchen selbst und habe köstliche selbstgemachte Brotaufstriche und Marmeladen. Von Zauchwitz aus geht es dann wieder zurück nach Stücken.

Am Ende der Reise sind die Beine schwer, die Radler glücklich – gut möglich, dass sie einen Geheimtipp entdeckt haben, der so in keinem Reiseführer steht. Eva Schmid

Die Touren gibt es detailliert unter: www.geniessertouren.org