Lage im Landkreis weiter angespannt : Corona-Todesfall in Potsdam-Mittelmark

Im Landkreis Potsdam-Mittelmark ist eine weitere Person im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Es ist der erste Todesfall im Landkreis seit Juli diesen Jahres.

In Potsdam-Mittelmark wurden 52 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden registriert (Symbolbild).
In Potsdam-Mittelmark wurden 52 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden registriert (Symbolbild).Foto: Britta Pedersen/dpa

Bad Belzig/Brück - Erstmals seit Juli diesen Jahres beklagt Potsdam-Mittelmark wieder einen Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das teilte die Kreisverwaltung am Freitag mit. Die Person sei sehr alt gewesen und während eines Klinikaufenthaltes verstorben, sagte ein Kreissprecher auf Anfrage gegenüber den PNN. Nähere Angaben konnte die Verwaltung am Freitag nicht machen. 

Höchste Zahl an Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie

Mutmaßlich stammt die Person aus Brück. Das müsse wegen der Meldewege zwischen den einzelnen Gesundheitsbehörden noch vom Gesundheitsamt des Landkreises überprüft werden, so der Kreissprecher. Die Zahl der Verstorbenen im Landkreis hat sich damit auf 44 erhöht.

Auch bei den Infektionszahlen bleibt die Lage weiterhin sehr angespannt. Potsdam-Mittelmark verzeichnete nach Angaben der Kreisverwaltung am heutigen Freitag mit insgesamt 52 neuen Fälle die höchste Zahl an Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden seit Beginn der Pandemie. Die meisten neuen Fälle wurden in Teltow (13) registriert, danach folgen Kleinmachnow (10) und Werder (Havel) (7). Insgesamt wurden im Landkreis seit Beginn der Aufzeichnungen 973 laborbestätigte Corona-Fälle verzeichnet. 172 Personen sind aktuell akut erkrankt. 762 Menschen gelten als genesen.

Potsdam-Mittelmark bekommt weitere Unterstützung der Bundeswehr

Ab dem kommenden Montag sollen rund 15 weitere Soldaten der Bundeswehr dem Gesundheitsamt des Landkreises bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen helfen. Das teilte ein Kreissprecher am Freitag mit. Wie berichtet, ist das Gesundheitsamt überlastet und hat Probleme bei der Nachverfolgung. Aktuell wird die Behörde bereits von 15 Bundeswehrsoldaten unterstützt. Die Kreisverwaltung habe die weitere personelle Hilfe bereits vor einigen Wochen in die Wege geleitet, so der Kreissprecher. 

Seit der Änderung der Umgangsverordnung am 20. Oktober habe es mehrere hundert Anmeldungen für private Feiern im Landkreis beim Gesundheitsamt gegeben, teilte der Kreissprecher mit. Vor diesem Hintergrund und wegen der aktuellen Entwicklung mahnte das Gesundheitsamt die Mittelmärker nun erneut, auf Zusammenkünfte, auch private, wie etwa Feiern oder Halloween-Partys, zu verzichten. Es seien aktuell vor allem die Kontakte im privaten Umfeld, die das Coronavirus flächig verteilen, so die Behörde.

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