Potsdam-Mittelmark : Lärm- und Geruchsbelästigung befürchtet

Kemnitzer hadern mit dem Flächennutzungsplan der Stadt Werder

Werder · Kemnitz - Der Flächennutzungsplan der Stadt Werder ist im Kemnitzer Ortsbeirat durchgefallen. Grund ist die Ausweisung des Areals südwestlich der Kolonie Zern als Gewerbefläche bis an die Phöbener Chaussee. Dadurch, so die Befürchtung, könnten im bereits bestehenden Gewerbegebiet in unmittelbarer Nähe zu den dortigen Wohngrundstücken auf der gegenüberliegenden Straßenseite neue Industrieanlagen gebaut werden. Zusätzliche Lärm- und Geruchsbelästigungen in der ohnehin schon emissionsgeplagten Siedlung wären die Folge.

Laut Ortsbeirat Bernd-Michael Stritzke müsste ein 50 Meter breiter Streifen als Abstandsfläche gesichert werden. Momentan befinden sich in diesem Bereich Parkplatz, Verwaltungsgebäude und ein Stück Lagerhalle der Petkin GmbH. Die würden niemanden stören, sagte er. Doch wenn künftig hier gebaut werden dürfte, würde dies auch passieren. „Und die Betroffenen erfahren davon erst, wenn es zu spät ist.“ Dann bliebe nur noch der Klageweg. „Die Wohnbebauung soll hier zurück gedrängt werden“, fürchtet Stritzke.

Tatsächlich will die Stadt Werder hier keine Neu-Bürger mehr ansiedeln, so Angelika Warsawa aus der Bauverwaltung. „Wir haben genug entwicklungsfähige Flächen in der Stadt.“ Im Flächennutzungsplan ist die Kolonie Zern nördlich der Phöbener Chaussee als Grünfläche ausgewiesen, das heißt: Es darf zwar nicht weiter gebaut werden, aber für die bereits vorhandenen Häuser gelte Bestandschutz, unterstrich sie. Und über kleinere Vorhaben wie Carports oder Garagen könne man auch in diesem Falle mit dem Kreis reden.

Ortsbeirat Stritzke will hier ebenfalls keine neuen Häuser ermöglichen, doch für die bestehenden will er Sicherheit. „Das Hauptproblem ist, dass es keine Abstandsflächen zwischen Gewerbe und Wohnen gibt.“ Und diese Situation würde sich mit dem momentanen FNP-Entwurf noch verschärfen. Dem trat Angelika Warsawa entgegen: Wenn die Pektin-Fabrik erweitern wolle, dann nicht an der Straße. Zur Zeit befinde man sich deshalb in Verhandlung mit der Forst für entsprechende Flächen im hinteren Bereich. Lä

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