Kompletter Neuaufbau : Biber beschädigen Bahndamm bei Geltow

Der Bahndamm auf der Strecke zwischen Petzinsee und Templiner See muss auf 190 Metern abgetragen werden. Die Strecke wird wochenlang gesperrt.

Der Bahndamm bei Geltow zwischen Petzinsee und Templiner See muss auf knapp 200 Meter neu aufgebaut werden.
Der Bahndamm bei Geltow zwischen Petzinsee und Templiner See muss auf knapp 200 Meter neu aufgebaut werden.Foto: Ottmar Winter

Geltow - Der Bahndamm in Geltow wird in den kommenden Tagen abgetragen und neu aufgebaut. Wie die Deutsche Bahn auf PNN-Nachfrage mitteilte, ist der Damm zwischen Petzinsee und Templiner See von Bibern so stark geschädigt, dass er auf einer Länge von 190 Metern komplett erneuert werden muss. Die Strecke ist seit dem 20. Februar gesperrt. Derzeit laufen Vorarbeiten. Nachdem im November 2019 bereits rund 200 Bäume entlang der Strecke gefällt worden waren, werden derzeit weitere Bäume entlang der eingleisigen Strecke beschnitten. Am Wochenende wird der Zugverkehr kurz wieder aufgenommen, ehe von Montag bis zum 17. März die eigentlichen Arbeiten am Damm unter Vollsperrung beginnen.

Verbindungen gekappt

Wie berichtet fallen dabei die Regionalbahnen der Linie 23 von Potsdam über Geltow, Caputh, Ferch und Seddin nach Michendorf komplett aus. Ersatzbusse gibt es nur zwischen Caputh und Potsdam. Während von Seddin und Michendorf noch der RE7 nach Potsdam fährt, gibt es von Ferch und Geltow aus keine Zugverbindungen. Die Deutsche Bahn verweist auf die schwierige Lage der Linie, Busse können die Fähre über das Caputher Gemünde nicht nutzen. Aus Ferch und Geltow sollen Fahrgäste die Linienbusse nach Potsdam nutzen, zwischen deren Strecke und den Bahnhöfen liegen jedoch mindestens 1500 Meter. Das Vorgehen ist laut Bahn mit dem Verkehrsverbund Berlin Brandenburg abgesprochen. Schwielowsees Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) kritisierte jedoch, dass die Bahn für Fercher und Geltower keine Alternative anbietet. „Das können die Schwielowseer einfach nicht verstehen.“
Der Bahndamm werde um 1,50 Meter abgetragen und anschließend wieder aufgebaut. An der Böschung werden laut Bahn rund 8500 Quadratmeter Biberschutzmatten eingebaut, um ein künftiges Unterhöhlen zu verhindern. 


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